Die heutige so friedliche Atmosphäre des Parfüm Flusses lässt vergessen, welch schreckliche Ereignisse sich hier im Vietnam Krieg abgespielt haben.

Entlang der Zitadelle fährt unser Boot flussaufwärts. Unterwegs werden noch einige Waren an ein anderes Boot ausgeliefert.

Ein Polizeikontrollposten auf einem Boot kontrolliert, ob die Touristenboote auch die vorgeschriebenen Lizenzen besitzen.
Thien Mu Pagode – Pagode der himmlischen Frau
Schließlich legen wir am Landungssteg der Thien Mu Pagode an.

Die siebenstöckige Pagode ist die höchste Vietnams, aber darüber hinaus hat sie für Vietnam eine doppelte symbolische Bedeutung.

Der Legende nach, saß eine alte Frau, bekannt als Thiên Mụ, nachts auf dem Hügel am Parfüm-Fluss. Sie sagte, eine Gottheit werde kommen und hier eine Pagode errichten, um für den Wohlstand des Landes zu beten. Nach der Prophezeiung verschwand sie in einer Wolke.
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Mehr Informationen1601 wurde sie vom Gründer der Nguyen Dynatie, Nguyễn Hoàng, erbaut, ein Jahr nachdem er die Hauptstadt des Südreichs nach Hue verlegt hatte.
Phước Duyên-Turm
Nachdem wir die Treppen am Ufer des Parfüm Flusses erklommen haben, stehen wir vor einem kleinen Tempel, dem 21 m hohen Phước Duyên-Turm.

Im Inneren hängt eine 3285 kg schwere Glocke. Nguyễn Phúc Chu ließ sie 1710 gießen. Sie gilt als bedeutendste Sehenswürdigkeit Vietnams.
Durch einen Torbogen betritt man das Kloster in dem auch heute noch Mönche leben.
Von der Rückseite des Tempels hat man sogar einen Einblick in die privaten Räumlichkeiten der Mönche.
Thích Quảng Đức
In einer Garage daneben steht ein alter blauer Austin.

Am 11. Juni 1963, ließ sich der Mönch Thích Quảng Đức mit diesem Auto von der An Quang Pagoda nach Saigon fahren. Sobald er aus dem Auto ausgestiegen war, verbrannte er sich öffentlich vor laufenden Kameras. Sein Protest galt dem amtierenden Präsidenten Südvietnams Ngô Đình Diệm, der mit Hilfe der katholischen Oberschicht regierte und die Buddhisten unterdrückte.

Die Bilder dieser Selbstverbrennung gingen damals um die Welt und sorgten für Entsetzen. Die Präsidentenfamilie hatte dafür aber nur einige geringschätzige Kommentare übrig. Daraufhin war Diem für die Amerikaner, die ihn bis dahin stützten, nicht mehr tragbar. Ab diesem Zeitpunkt betrieben sie aktiv seinen Sturz und seine Ermordung. Ein halbes Jahr nach der Selbstverbrennung von Thích Quảng Đức war Diem tot.

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