Kungsträdgarden in Stockholm ist im Sommer der ideale Veranstaltungsort für Musikfestivals.
Der Kungsträdgarden, schwedisch für Königsgarten, ist ein öffentlich zugänglicher Park im Zentrum Stockholms. Ursprünglich war es der Schlossgarten des Renaissanceschlosses Makalös, das aber abgebrannt ist. Nach seiner Öffnung für die Allgemeinheit wurde der Park stark umgestaltet. Heute dient er als beliebter Treffpunkt.

Im Osten verläuft eine Allee an der sich eine Reihe von Restaurants, Cafés oder kleine Verkaufsstände befinden. Im Schatten des Blätterdachs der Bäume kann man entspannt das Gelände erkunden.

Im Süden ist eine große Liegewiese, wo man in Gruppen zusammen sitzt oder liegt. Daran anschließend findet man wieder ein Café. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Schloss in Stockholm.
In der Mitte des Geländes befindet sich die Bühne und im Norden ein kleiner See und ein Restaurant mit einem Tanzsaal. An der östlichen Seite kann man den Schachspielern bei ihren Partien zusehen.
5 Folk Festival
Bei unserem Besuch in 2016, sind wir durch Zufall vorbei gekommen und haben wir keine Ahnung was hier passiert. Die Veranstalterin sieht aber unsere Kamera und erkundigt sich, für welchen Zweck wir hier filmen. Nachdem wir ihr dies erklärt haben lässt sie uns ein Programm zukommen.
Das 5 Folk Festival findet jährlich im Juli, an zwei Tagen im Abstand einer Woche statt. Das Festival soll den Menschen die Kultur und Bräuche der nationalen Minderheiten in Schweden nahebringen. In dem Fokus stehen Sami, Schwedenfinnen, Roma, Juden und Tornedaler.
Auf einer großen Bühne finden verschieden musikalische Darbietungen statt. Aber daneben gibt es für Menschen jeden Alters unzählige Unterhaltungsmöglichkeiten.

Vorerst werden aber hauptsächlich die Mikrofone eingerichtet.
Danach kommt ein Teil, den wir großartig finden. Natti Alenius ein bekannter und anerkannter Tanzlehrer und Choreograph gibt eine Einweisung in den Tango-Tanz. Junge und ältere Menschen nehmen das Angebot gerne an und lernen in kurzer Zeit ganz passabel Tango zu tanzen.

Gabriela Gutarra unterweist anschließend im Flamenco Tanz.

Uns hat der doch sehr familiäre Umgang der Menschen untereinander gut gefallen. Menschen jedes Alters scheuen sich nicht, in der Öffentlichkeit etwas zu üben.
Bei unserem Aufenthalt in Schweden wollen wir natürlich auch herausfinden, wie der Umgang mit Ausländern und Flüchtlingen ist. Oberflächlich betrachtet ist kein Unterschied zwischen Einheimischen und Fremden zu bemerken, Ganz im Gegenteil, es ist uns sogar aufgefallen, dass es relativ viele Pärchen mit unterschiedlicher Hautfarbe gibt. Doch natürlich haben wir gehört, dass es auch in Schweden ein Problem mit rechten Bevölkerungsgruppen gibt, also fragen wir bewusst nach. Im Dialog erzählt man uns, dass es sehr wohl Probleme gibt. Diese beginnen bereits bei der Jobsuche, wenn man keinen schwedischen Namen hat.
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Mehr InformationenDoch an diesen Abenden genießen wir lieber die Musik und die angenehme Atmosphäre und lassen keine dunklen Gedanken an uns heran. Das Festivals hat sein Ziel, die seit Jahrhunderten in Schweden lebenden unterschiedliche Kulturen zu treffen und mit ihnen zu interagieren, voll erreicht.
Putte i Parken
Als wir am darauffolgenden Wochenende am Kungsträdgarden vorbeikommen hören wir schon von weiten Musik.

Diesmal findet gerade das Putte i Parken, ein kostenloses Musik-Festival statt. Das Festival wurde 2008 in Karlskoga gegründet und findet jährlich in verschiedenen Städten in Schweden statt.

Bekannte Künstler unterhalten das Publikum. Aber auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Eine wunderschöne Veranstaltung das Sommerwochenende in der Stadt zu genießen. Alt und Jung haben ihren Spaß.
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