Wieder startet das Flugzeug früh am Morgen um ca. 5 Uhr. Unser Ziel ist Xiva, das aber keinen eigenen Flughafen hat.

Richtigerweise müsste es heißen „Flug von Taschkent nach Urganch, der Provinzhauptstadt von Choresmien. Von dort aus sind es ungefähr 40 km bis nach Xiva.

Der größte Teil des Fluges führt über die Wüste Kysylkum, die sich scharf vom grünen Siedlungsgebiet um Taschkent abgrenzt.
Da der Flughafen von Taschkent nur knapp 20 km von der Grenze Kasachstans entfernt liegt, verwundert es nicht, dass der Flug auch ein kurzes Stück über das Staatsgebiet von Kasachstan führt. Die Stadt Schardara, die am gleichnamigen Stausee und am Mündungsgebiet der Syrdaja liegt, ist aus dem Flugzeug sehr gut zu erkennen.

In der Regel stellt man sich die Wüste immer leer vor, die Realität sieht aber etwas anders aus. Auch aus dem Flugzeug sind immer wieder Bergbauaktivitäten in der Wüste erkennbar, da die Kysylkum als sehr rohstoffreich gilt. Usbekistan gehört zu den wichtigsten Gold-Förderländern weltweit.

An vielen Stellen besitzt die Wüste auch eine sehr spärliche Vegetation, die aber oft für die Zucht von Ziegen ausreicht.
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Mehr InformationenBereits seit tausenden Jahren hinterlassen immer wieder Menschen ihre Spuren in der Wüste, wie die vielfach gefundenen Petroglyphen beweisen.

Nachdem wir die Wüste überquert haben liegt unter uns das grüne fruchtbare Tal des Amurdarja, das auch von vielen Kanälen durchzogen ist, um den reichhaltigen Baumwollanbau zu ermöglichen. Der Amurdarja gilt in manchen Deutungen auch als einer der vier Quellflüsse des Garten Eden (Gichon).

Nach der Landung werden wir vom Vater von Kadam Vaisov, dem Chef von Registon Travel am Flughafen abgeholt. Der Vater ist auch der Gründer der Reiseagentur.
Auf einer langen geraden Allee, die von modernen Gebäuden gesäumt wird, durchqueren wir Urganch, vorbei an den prächtigen Gebäuden der Provinzverwaltung, und erreichen rasch wieder die Stadtgrenze. Durch landwirtschaftlich genutzte Landstriche fahren wir weiter direkt nach Xiva. Dort erkennen wir rasch das historische Viertel an den mächtigen Stadtmauern.

Für unsere Reise haben günstige Übernachtungen gewählt, so dass wir in einem Bed & Breakfast (B&B) untergebracht werden. Zur Bedingung haben wir aber gemacht, dass die Zimmer über eine eigene Dusche verfügen müssten, was überall gewährleistet wird.
In Xiva übernachten wir im Mirza Boshi, zu denen auch ein großes Restaurant gehört. Nachdem uns der Vater von Kadam Vaisov hier abgesetzt hat erfahren wir noch von ihm, dass der Chevrolet Lacetti ganz neu sei und erst 70 km gefahren wurde.

Wir waren die ersten Gäste, die mit diesem Auto transportiert wurden. Uns ist schon aufgefallen, dass viele Autos dieses Typs unterwegs sind. Der Chevrolet Lacetti stammt aus usbekischer Produktion. Usbekistan hat eine eigene Automobilproduktion aufgebaut, die Autos von GM in Lizenz fertigt.

Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut haben treffen wir uns mit Ana Pasha, die uns durch Xiva führen wird. Sie ist die Tochter des Eigentümers von Mirza Boshi. Sie gibt uns eine kleine Einweisung, bevor wir uns auf den Weg machen.
Bitte lesen Sie weiter > Rundgang durch die Altstadt von Xiva
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