Isan – das ursprüngliche Thailand
Der Besucheransturm auf Thailand wächst von Jahr zu Jahr, was dazu führt, dass einige Gegenden hoffnungslos überlaufen sind. Wir konnten den Unterschied bei Besuchen des Königspalastes in Bangkok im Jahre 1991 und 2015 hautnah miterleben.
Aber es gibt sie noch, die ursprünglichen Regionen, die bei Touristen noch nicht allzu bekannt sind. Eine Region ist der Isan, die Nordostregion Thailands, auch Isaan genannt.
Der Isan wird oft als das Armenhaus Thailands bezeichnet. Wirtschaftlich ist er stark von der Landwirtschaft geprägt. Reisanbau ist die vorherrschende Richtung. Eigentlich ist die Region nicht sonderlich für die Landwirtschaft geeignet, da viel Flächen leicht überschwemmt werden können, der Boden damit stark salzhaltig ist, aber auch öfters Dürren auftreten können. Vielfach wird heute Seide produziert und es wird versucht mit Hilfe des Tourismus die Wirtschaftskraft in der Region zu stärken.
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Mehr InformationenIn den letzten Jahren hat der Isan wirtschaftlich stark aufgeholt und abgewanderter Bewohner sind teilweise wieder zurückgekehrt. Unabhängig davon stellt für uns der Isan die authentischste Region Thailands dar. Das Leben verläuft ruhiger und die Menschen sind wesentlich stärker mit der Natur verbunden, wie in anderen Landesteilen.
Bevölkerung
Möglicherweise ist die wirtschaftliche Schwäche der Grund, dass der Isan erst relativ spät dichter besiedelt wurde. Bis heute weiß man relativ wenig über die ursprüngliche Besiedlung Südost-Asiens. Es gab sicherlich drei große Strömungen. Die erste kam aus Sri Lanka und Indien, die zweite aus Polynesien und die dritte aus dem Norden, aus China. Vereinzelte archäologische Funde, wie z.B. in Ban Chiang, deuten bereits eine Besiedlung vor 3500 Jahren an.
Der Isan findet erst mit der Dvaravati Kultur, zwischen dem 6. und 11. Jahrhundert, seinen Einzug in die Geschichtsbücher. Ab dem 9. Jahrhundert dominierten die Khmer, als das alte Reich Funan verschwand. 1354 wurde Lan Xang auf dem Gebiet des heutigen Laos gegründet. Der Isan diente als Pufferzone zwischen Lan Xiang und dem Königreich von Ayutthaya. Ab 1694 zerfiel Lan Xang in drei einzelne Königreiche. Das siamesische Königreich Thonburi, der Vorläufer des heutigen Thailands, brachte sie unter seine Kontrolle. Nach einer erfolglosen Rebellion 1828 deportierten die Siamesen mehr als 100.000 Lao in das Gebiet des Isan.
Insofern wundert es nicht, dass die Lao heute die ethnische Mehrheit der Bevölkerung im Isan stellen. Durch die starke Anbindung an Thailand unterscheiden sich die Lao heute aber auch von den Laoten im heutigen Laos.
10% der Bevölkerung, vor allem im Süden des Isan sind ethnische Khmer.
Nationalpark Pha team
Der Nationalpark liegt in der Provinz Ubon Ratchathani, ca. 100 km östlich der gleichnamigen Stadt. Pha Taem gilt als Wiege des Isan und beherbergt ebenfalls Zeugnisse einer frühen Kultur. Er liegt direkt am Ufer des Mekong, der im Osten auf einer Länger von 63 km die Grenze zu Laos bildet. Der Park hat eine Fläche von 340 km² und ist von zahlreichen Sandsteinfelsen durchzogen.

Eine spektakuläre Sandstein – Felsklippe gibt die Sicht über das gesamte Flusstal frei.
Die größte Attraktion sind die Felszeichnungen von Pha Taem. Man schätzt das Alter dieser Malereien auf 3000 – 4000 Jahre. Am Fuß der Felswand haben frühe Bewohner dieses Gebiets ihr Leben in Form von mehr als 300 Felszeichnungen für spätere Generationen festgehalten. Neben Menschen und Tieren sind auch Werkzeuge zum Fischfang dargestellt.

Beeindruckend sind die Darstellungen von Elefanten, dem Mekong-Wels, Hunden und Menschen. Es zeigt sich, dass hier nicht Jäger- und Sammler unterwegs waren, sondern dass Siedler hier sesshaft waren. Offensichtlich hatten sie schon genügend Zeit sich mit Kunst zu beschäftigen. Die zahlreichen Handabdrücke sind vermutlich die Vorläufer von „Selfies“
Aber auch die Wissenschaft kennt nicht alle Fakten. Es bleibt zu klären, ob diese Siedler Vorfahren der Khmer, der Cham, der Laoten, der Lao oder einer ganz anderen Volksgruppe sind.

Neben den Felszeichnungen gibt es hier auch noch die Sao Chaliang, markante Felsformationen. Wind und Erosion haben pilzförmige Sandsteinnadeln mit flachen Felsen an ihren Spitzen geformt. Man hat das Gefühl durch eine überdimensionale Pilzzucht zu spazieren.
In dieser Landschaft hoch über dem Mekong erlebt man den Glauben, fast alleine auf dieser Erde zu sein und die Natur sei unberührt.
Der Park ist täglich von 6-18 Uhr, das Besucherzentrum von 8:30 -16:30 geöffnet. Die ideale Besuchszeit ist die kühle Jahreszeit von Oktober bis Februar.
Zwei Farben Fluss
Am Zusammenfluss des Mun-Flusses und des Mekong mischen sich die zwei verschiedenfarbigen Wasser in einer riesigen Flusslandschaft, in der auch Bäume aus dem Wasser ragen.

Flussabwärts umfasst der Kaeng Tana Nationalpark hohe Felsklippen, die Tana Stromschnellen und einige Wasserfälle.
Weitere Reisetipps im Isan
- Wer zwischen Oktober und Februar die Provinz Udon Thani besucht, sollte früh morgens zum See der roten Lotusblüten im Bezirk Kumphawapi, fahren. Es ist ein erhebendes Gefühl mit dem Boot auf dem 36 km² großen See durch ein Meer von Lotusblüten zu fahren.
- Historisch Interessierten empfehlen wir einen Besuch des prähistorischen Fundortes einer rätselhaften Hochkultur in Ban Chiang, ca 50 km östlich von Udon Thani. 1992 wurde Ban Chiang von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
- Besuchern der Provinz Loei finden im Sirila Farm Tent Camp Resort die ideale Übernachtungsmöglichkeit in Einklang mit der Natur..
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Die Menschen im isaan sind also stärker mit der Natur verbunden als anderswo in Thailand? Nett. Deswegen brennt der gesamte isaan jedes Jahr? Weil die Menschenleiber Natur so lieben? Deswegen graben die k,eute den Rest guten Bodens ab? Oh. Ich dachte schon, das machen Diebin diesen zu verkaufen. Um dann nur noch Sand zu haben. Der mit versalzenem Grundwasser dann vollends urbar gemacht wird, irgendwie kennen sie den isaan also? Väter senden die Töchter nach pattaya..um Vaters pickup zu finanzieren. Ganze Familien liegen nur in der Hängematte und warten auf das Geld aus pattaya.. harte feldarbeit..klar. Täglich 10 Stunden auf dem Hof/ Feld wie in Europa! LOL. 1 Stunde die Kuh füttern. Dann Hängematte. Dann stolz durchs Dorf brausen…mit dem Moped das pattaya finanzierte. Stolz? Klar..öandere Familien haben nur Söhne und demnach kaum einnahmen. Wer den isaan wirklich kennt schreibt es auch wie es ist. Ehrlose Väter die nichtmal als zuhälter durchgehen würden. Denn für Väter die hurengeld der Tochter nehmen..gibt es in der Zivilisation keinen Begriff.
Naturverbunden. Müllabfuhr? Nooo. Feuer hinterm Haus, das die Plastik Rauchwolke selbst die nahegelegene Polizeistation einhüllt. Aber Kontrolle? Strafe?
Danke für den Kommentar.
Wir wissen ja nicht welche Gegend im Isaan Sie besucht haben. Sicherlich mag es Schattenseiten geben. Es gibt aber auch arme Menschen, die kaum wissen wie sie ihre Existenz finanzieren sollen.
Viele Familien im Isaan haben Probleme, dass sie an ihre Kinder nicht genug Land vererben können. Umso wichtiger ist es neue Arbeitsplätze z.B. im Tourismus zu schaffen. Außerdem haben wir eine Reihe weiterer Videos aus dem Isaan in denen man sehen kann, wie sich Menschen dort ihr Brot verdienen.
Wir können nur von dem berichten was wir während unserer Reise erlebt haben, das war beeindruckende Natur und freundliche Menschen.