Wir setzten unsere Reise weiter nach Osten entlang des Yssykköl fort. Bei Shalba biegen wir nach Süden ab und fahren in Richtung Tian-Shan Gebirge. Unser Ziel ist das Jeti-Ögüz Resort, ca. 25 km südwestlich von Karakol.
Doch zuvor stoppten wir bei einem Felsen, der einer Legende nach Gebrochenes Herz genannt wird. Kaum dass wir aus dem Auto ausgestiegen sind, sind wir von einer Gruppe junger Burschen umringt, von denen jeder einen Steppenadler oder einen mongolischen Adler auf dem Arm trägt. Wir konnten uns des Andrangs kaum erwehren, die Konkurrenz scheint unerbittlich zu sein.
Nachdem wir klar gemacht haben, dass wir keinen Adler halten möchten und auch kein Bild von uns mit einem Adler machen möchten lässt der Andrang rasch nach. Nachdem noch ein Geldschein den Besitzer wechselt, dürfen wir in Ruhe ein paar Bilder machen. Wer mehr Zeit mitbringt kann auch einen Falkner mit seinem Adler bei der Jagd begleiten.

Nun können wir auch in Ruhe das Gebrochene Herz besichtigen. Natürlich gibt es auch eine Geschichte zur Namensgebung des Felsens. Eine hübsche Frau wurde von zwei Männern begehrt, die um sie kämpften. Beide fanden den Tod und der Frau brach das Herz, welches seither hier zu sehen ist. Der Felsen hat tatsächlich die Form eines gespaltenen Herzens.
Wir fahren noch ein kurzes Stück weiter und erreichen das Jeti-Ögüz Resort, eine kleine Siedlung, bestehend aus Häusern und Jurten, in der sich 1991 Boris Jelzin, dem ersten Präsident der russischen Föderation mit dem kirgisischen Präsidenten Askar Akayev traf.

An der Nordseite des Tales erheben sich die Sieben Bullen (Jeti-Ögüz), rötlich schimmernde Sandsteinberge, die sich wie eine Wand erheben.

Auch hier gibt es eine Legende. In dem Tal lebten 2 Herrscher, ein Guter und ein Böser. Der Böse begehrte die Frau des Guten und entführte sie. Der Gute wollte die Frau zurück. Jedoch empfahl ein Freund des Bösen, die Frau zu töten und nur den Körper zurückzugeben.
Der böse Herscher veranstaltete ein großes Fest und schlachtete sieben Bullen. Am Ende stach er in das Herz der Frau. Daraufhin kam Wassser aus dem Berg und überflutete das Dorf. Und die sieben Bullen wurden zu Stein.

Wir konnten es kaum erwarten ihnen mir der Drohne näherzukommen. Mitten im Tal erhebt sich ein Hügel, der an der Spitze so perfekt abgeflacht ist, dass man meint er sei künstlich entstanden. Vermutlich ist dies aber nicht der Fall.
Mit der Drohne kann man bequem in das Paralleltal, die Drachen-Schlucht (Dragon Gorge) einsehen. Dort finden auch die Sieben Bullen ihre Fortsetzung. Weitere ähnlich gestaltete Sandsteinberge schließen die Schlucht Richtung Westen ab.
Hier sehen Sie das 4K UHD Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDas Tal lädt zu schönen Wanderungen ein. Es gibt aber auch die Möglichkeit hier in Jurten zu übernachten.
Es ist eine extrem malerische Landschaft, die sehr beeindruckt und eine friedliche Atmosphäre verströmt. Leider müssen wir schon wieder Abschied nehmen und unsere Reise fortsetzten.
Bitte lesen Sie weiter > Food Tour in Karakul
Pin it for later

Hinweis: Unsere Reise wurde in Zusammenarbeit mit Discover Kyrgyzstan organisiert und durch die Unterstützung der United States Agency for International Development (USAID) ermöglicht. Alle Meinungen sind unsere eigenen.
Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia