Von der Rialtobrücke aus erreichen wir den Campo Santi Apostoli, den Platz vor der gleichnamigen Kirche.

Geschwungenen Kolonnaden am Gebäude direkt am Kanal Rio dei S.S. Apostoli dienen als Anlegestelle für Gondolieri.

Eine kleine Brücke über den Kanal macht diesen Platz zu einem beliebten Fotomotiv.
4K UHD Video Ponte di Rialto zum Gheto Novo
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Mehr InformationenUnser Weg führt über die Strada Nova, die auch von vielen Touristen frequentiert wird, da sie eine Querverbindung zum Bahnhof darstellt.

Es fällt in dieser Stadt schwer den Facettenreichtum der Architektur, gepaart mit den Kanälen, zu beschreiben.

Wir gehen bis zum Campo della Maddalena, kehren dann aber wieder um, um am Campo Santa Foscain Richtung Norden abzubiegen.


Wir überqueren den Rio de Fosca, den Rio Trapolin und den Rio della Misericordia um dann auf der Fondamenta Misericordia in Richtung Westen zu gehen.

Nachdem wir die Ponte de Gheto Novo passiert haben such wir uns erst einmal einen schattigen Tisch vor einem kleinen Restaurant um etwas kühles zu trinken.

Gheto Novo
Der Begriff Ghetto ist vermutlich aus dem Wort Geto, dem italienischen Wort für Gießerei entstanden. In Venedig lebten die Eisengießer auf einer Insel. Dorthin wurden die Juden im 15. Jahrhundert verbannt. Ungefähr 900 Juden lebten anfangs hier. 1611 waren es bereits 5500. Erst 1796 wurde unter Napoleon das Ghetto aufgehoben.

Die Verhältnisse waren sehr beengt, so dass man immer höhere Häuser mit immer niedrigeren Stockwerken baute, in denen man kaum noch stehen konnte. Nachts wurde das Viertel abgesperrt und bewacht. Nur Ärzte durften nach Kontrollen auch nachts das Viertel verlassen um Patienten zu besuchen.

Die Juden wurden hier in jener Zeit zwar höher besteuert, aber es kam zu keinen Übergriffen oder Pogromen.

Nach der Vertreibung der Juden in Spanien durch Ferdinand II. von Aragon und Isabella von Kastilien kam es in Venedig zu einer Einwanderungswelle an Juden, die 1541 zur Gründung des Gheto vecchio führte.
Doch das Kapital, das die Juden mitbrachten wurde als wirtschaftliches Potential von der Stadt sehr geschätzt. Deshalb wurde 1633 das Gheto novissimo gegründet, in dem es ein großzügiges Platzangebot und eine Reihe von Palästen gab.

Das Ghetto von Venedig war das erste Ghetto weltweit, so dass es namensgebend für ähnliche Einrichtungen weltweit wurde. Die letzten 286 Juden wurden 1943 von den deutschen Besatzern deportiert und ermordet.
Heute leben nur ca. 30 von 500 Juden der jüdischen Gemeinde von Venedig im Ghetto. Eine eigene Polizeiwache bewacht das Viertel.

Wir gehen weiter Richtung Süden, bis wir die Ponte delle Guglie erreichen und biegen ein in die Rio Tera S. Leonardo und die Calle del Pistor ein, bis wir vor dem Theatro Italia stehen.

Dieses Gebäude entpuppt sich im Inneren jedoch als Supermarkt. Dennoch ist seine ursprüngliche Funktion noch gut zu erkennen.


Durch die Tera de la Maddalena kommen wir wieder zur Strada Nova.

Am Campo Santi Apostoli überqueren wir dieses mal den Kanal Rio die S.S. Apostoli.

Durch ein Gewirr schmaler Gassen und Plätze, über einige Brücken und Kanäle erreichen wir schließlich Marco Polos Wohnhaus, das wir aus Zeitmangel leider nicht besichtigen können.
4K UHD Video Gheto Novo zu Santa Maria Formosa
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Mehr InformationenDurch die Calle Scareta, über den Campo Santa Marina, die Calle Marcello und die Calle de Borgoloco kommen wir zum Campo Santa Maria Formosa.

Nun sind wir unserem nächsten Ziel bereits sehr nahe: der Buchhandlung Libreria Acqua Alta.
Lesen Sie weiter > Libreria Acqua Alta – ein aussergewöhnlicher Buchladen
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