Unser Stadtrundgang in Karakol startet bei der Dunganen-Moschee. Rakhat Dzhamalova von Destination Karakol begrüßt uns vor dem Eingang. Destination Karakol hat sich zum Ziel gesetzt den Tourismus in der Region nachhaltig zu stärken. Rakhat spricht ausgezeichnet Deutsch und Englisch. Vermutlich auch noch mindestens Kirgisisch und Russisch. Sie wird uns auf einem zweistündigen Rundgang begleiten.

Zur Einleitung erzählt sie uns einiges über die Geschichte der Stadt. Karakol wurde 1869 als russische Militärbasis gegründet. Anhand des ersten Stadtwappen zeigt sie den geschichtlichen Zusammenhang. Die Krone symbolisiert das Fort. Der Halbmond zeigt die muslimische Religionszugehörigkeit der Bewohner. Der Globus symbolisiert die internationalen Forschungsexpeditionen, die hier ihren Ausgang nahmen und die Biene zeigt die Bedeutung der Honiggewinnung für die ersten Siedler. Bereits 1983 erbauten die Militärs 80 Häuser.
Heute hat Karakol ca. 90.000 Einwohner und wächst sehr stark. Motor des Wachstums ist der Tourismus. Die Stadt besitzt eine Universität und mehrere Colleges.
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Mehr InformationenDie ersten Siedler waren neben den Russen Ukrainer, die wegen schlechter Ernten in ihrer Heimat hierher umsiedelten. Danach kamen viele Dunganen, die wegen politischer Verfolgung aus China flohen. Primär kamen sie aus der Provinz Guangzhou. 3000 Dunganen leben in der Stadt.
Die Dunganen Moschee war bis 2015 die zentrale Moschee in Karakol. Sie wurde von einem chinesischen Architekten, dem die rechte Hand fehlte mit 20 Arbeitern in nur drei Monaten inkl. der Schnitzereien erbaut. Es wurden keinerlei Nägel verwendet. Die Säulen symbolisieren Pappeln, von denen auch viele um die Moschee gepflanzt wurden.

In einem Dunganen Dorf in der näheren Umgebung gibt es ein Museum vom gleichen Architekten. Als Bezahlung wurden ihm 2 Kamele mit Gold und weiteren Schätzen nach China gesandt, die aber nie ankamen.
Nach der Besichtigung der Moschee gehen wir weiter in Richtung orthodoxe Kirche.
Durch ein Tor können wir einen kurzen Blick auf eine Schule oder einen Kindergarten werfen, bevor wir zu einer Brotbäckerei kommen. Da wir so etwas bereits in Osch ausführlich gesehen haben, halten wir uns nicht lange auf.

Danach passieren wir die Tataren-Moschee, erbaut vor 1854. Im Hinterhof befindet sich auch ein Boxklub. Es war das erste Gebäude aus Stein und hat das Erdbeben von 1854 unbeschadet überstanden.
Wir sind nun im russischen Viertel angekommen, quasi der Altstadt, die von den ersten russischen Militärs errichtet wurde. Die weiß-blauen Häuser werden gerne auch als Lebkuchenhäuser bezeichnet.

Mit Hilfe von USAID wurde ein Straßenzug im Originalzustand wieder restauriert. Eckhäuser mussten höher sein, als die restlichen Häuser einer Straße.

Das rote Steinhaus war früher eine Bank.

Anschließend kommt das historische Museum das 1932 Ella Maillart gegründet hatte. Sie war eine Schweizer Reiseschriftstellerin und Photographin, dazu eine ausgezeichnete Sportlerin. Im Museum sind einige ihrer Werke und persönlichen Gegenstände ausgestellt.

In der Gagarin Straße 10 werden heute Yak Touren angeboten. 1885 war es das erste Gästehaus in Karakol.

Eine ehemalige sowjetische Tanzhalle dient heute als pädagogisches College. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs wurde es auch als Wahllokal genutzt.

Gegenüber befindet sich die eindrucksvolle russisch-orthodoxe Kirche. Bis 1974 war sie in Stein gebaut. Nach der Zerstörung durch ein Erdbeben wurde sie in Holz neu errichtet. Für 2018 ist ein Neuanstrich in weiß-blau geplant.
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Hinweis: Unsere Reise wurde in Zusammenarbeit mit Discover Kyrgyzstan organisiert und durch die Unterstützung der United States Agency for International Development (USAID) ermöglicht. Alle Meinungen sind unsere eigenen.
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