Das Afrasiab Museum liegt auf dem Gebiet der antiken Siedlung Afrosiab, die ungefähr vor 2750 Jahren gegründet wurde. Sie trägt den Namen von Afrosiab. Er war der sagenumwobene König von Turan. dem Ursprungsland der Türken in Zentralasien.

Die Stadt wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch Truppen von Dschingis Khan zerstört. Heute ist das Gelände eines der größten archäologischen Ausgrabungsfelder weltweit und gehört zusammen mit Samarkand zum UNESCO Weltkulturerbe.

Bereits kurz nach der Machtübernahme der Russen begannen 1833 hier erste Grabungen.

Im nördlichen Teil wurde eine Zitadelle, mit einer sie umgebenden acht Meter dicken Mauer, ausgegraben. Der Palast stammt aus der Zeit der Sogder, einem Achämenidenreich, dem ersten persischen Großreich. Damals war Afrasiab die Hauptstadt der Provinz Sogdien.
Aus dem südlichen Palast der Ichschididen aus dem 7./8. Jahrhundert wurden wertvolle Wandfresken geborgen. Sie zählen heute zu den schönsten Ausstellungsstücken im Museum.

Die 22.000 Exponate des Museums geben Auskunft über die Lebensweise der Menschen, ihre Kleidung, Nahrung und Lebensgewohnheiten. Dazu gehören Bücher und Schriften, Waffen, Gefäße und Statuen, Münzen und Gebeine Verstorbener. Besonders hervorzuheben sind die Terrakottafiguren, die am Eingang platziert wurden.
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Mehr InformationenNachdem wir das Museum wieder verlassen haben, passieren wir auf der Weiterfahrt das Shohizinda-Ensemble, dessen Mausoleen zu den ältesten und schönsten Baudenkmälern von Samarkand zählen. Unter anderem sind hier Schwestern und Nichten von Timor Lenk begraben.

Nachdem es aber Ursula immer noch nicht so gut ging, haben wir auf einen Besuch verzichtet. Es gab aber noch einen zweiten Grund dafür. Nach so vielen Mausoleen, ist unser Bedarf an weiteren Grabmälern erst mal gedeckt. Trotzdem sind sie zweifellos sehenswert.
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