Mit dem Bus erreichen wir Guimarães, die Stadt ist die Geburtsstädte Portugals. Ein netter, hilfsbereiter Busfahrer zeigt uns bei der Fahrt von Bom Jesus do Monte, nach Braga, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen und wo das Busterminal zu finden ist.
In Guimarães endet die Fahrt ebenfalls in einem großen Busterminal, etwas westlich des Stadtzentrums. Mit dem Taxi fahren wir weiter zum Largo República do Brasil und spazieren weiter durch die schmale Straße R. Alfredo Guimarães zum Largo da Oliveira.
Musik von Johannes Kayser
Dieser Platz ist umgeben von schönen historischen Gebäuden und gefüllt mit Tischen und Stühlen von Restaurants und Cafe’s. Hier spielt sich ein Teil des Lebens in der Stadt ab.
Am Rand des Platzes wurde das Padrão do Salado errichtet. Ein eher schlichtes Denkmal, das von König Afonso IV von Portugal (der Mutige) nach der Schlacht am Río Salado gespendet wurde. König Alfonso XI von Kastilien (der Rächer) hatte Afonso IV von Portugal um Unterstützung gebeten, um die Übermacht der Mauren bei ihrem Versuch einer Invasion zurückzuschlagen.

Unmittelbar an diesen Platz schließt sich der zweite große Platz, der Praça de São Tiago an. Auch spielt sich ein weiterer Teil des Lebens in dieser Stadt ab. Die Architektur und die Atmosphäre ist genauso schön wie auf dem Largo da Oliveira.

Wir passieren das Antigo Convento de Santa Clara, ein ehemaliges Frauenkloster, in dem heute der Stadtrat tagt.

Ein weiteres ehemaliges Kloster liegt an unserem Weg, das Convento de Santo António dos Capuchos. Dann erreichen wir den Palast der Herzöge von Braganza, Paço dos Duques de Bragança.

Der Palast wurde 1420 errichtet und zeugt vom Reichtum dieser Herzöge. Wir besichtigen den Palast, dürfen leider nicht filmen, aber photografieren. Die Fotos, so wie weitere Fotos von unserem Besuch in der Stadt, finden sie in unserer Guimarães Fotogalerie.

Die Herzöge von Braganza siedelten sich aber im Jahr 1461 im Castelo de Vila Viçosa im Bezirk Évora im Alentejo an. 1502 begann man dort mit dem Bau des Herzogpalastes. Unterbrochen von diversen Ausreisen ins Exil (Kastilien, Brasilien, London) war das Castelo de Vila Viçosa von 1640 bis 1910 im wesentlichen die Sommerresidenz des Adelshauses Braganza und damit des Königreichs Portugal.

Beim Palace Duques de Bragança erfahren wir, dass die Burg, Castelo de Guimarães, die sich oberhalb des Palastes befindet, gerade wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen ist, weshalb wir auf einen Besuch verzichteten. In dieser Burg soll Afonso I von Portugal zwischen 1106 und 1111 geboren sein. Er gilt als erster König (1140) und Gründer (1143) von Portugal.

Auf dem Rückweg passiern wir das Tribunal Judicial, den Justizpalast von Guimarães und terreichen schließlich wieder an unserem Ausgangspunk dem Largo República do Brasil. Dieser langezogene Platz ist gleichzeitig ein grüner Park der im Nordwesten durch einen Springbrunnen und im Südosten durch die barocke Kirche, aus dem 18. Jahrhundert, Igreja de Nossa Senhora da Consolação e Santos Passos, begrenzt ist.

Von diesem Platz aus sind Reste der ursprünglichen Stadtmauer, die Muralha de Guimarães, gut zu sehen.

An der Ecke zum Largo do Toural entdecken wir den bekannten, an einem ehemaligen Wehrturm angebrachten Schriftzug “aqui nasceu Portugal”, übersetzt: hier wurde Portugal geboren. Der große Platz ist heute das eigentliche Zentrum von Guimarães. Die prächtigen Gebäude unterstreichen dies. Ursprüglich war dies ein Marktplatz für allerlei Gegenstände und ein Viehmarkt.

Auf dem Weg zum Busbahnhof fragen wir einen freundlichen Busfahrer nach der besten Richtung. Er zeigt die Av. om Afonso Henriques entlang, in Richtung Süden. Ungefähr auf Höhe der Bairro C kam es uns etwas merkwürdig vor, dass von einem Busbahnhof weit und breit nichts zu sehen ist und wir fragen nochmals ein zufällig vorbeikommendes Paar.
Nachdem wir diesem Paar erklären dass wir zum Busbahnhof wollen, um nach Porto zu fahren, meinen sie, dass der Busfahrer vermutlich den Zugbahnhof meinte, der sich hier nicht weit entfernt befindet. ie bieten uns darauf an uns mit ihrem Auto zum Busbahnhof zu fahren. Wir nehmen dies gerne an, aber mit soviel Freundlichkeit haben wir nicht gerechnet! Unser Eindrück, dass die Menschen in Nordportugal besonders freundlich sind verfestigt sich immer mehr!
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