Saint Malo liegt an der Smaragd-Küste am Ärmelkanal im Norden der Bretagne an der Mündung des Flusses Rance.
Der Fluss wird durchtrennt vom größten Gezeitenkraftwerk Europas mit 240 MW Leistung. Bis 2011 war es das größte weltweit. Auf der gegenüberliegenden Flussufer ist der Badeort Dinard.

Geschichte
Unter den Mauern der Stadt befindet sich die gallo-römische Siedlung Aleth, die erste Siedlung in dieser Gegend.
Der Mönch Machutus, der namensgebend für Saint Malo wurde, begann mit der Missionierung der Bewohner im 6. Jahrhundert. Um 1140 wurden die mächtigen Stadtmauern errichtet.

Im 16. Jahrhundert erlangte die Stadt durch Fischfang und Handel erheblichen Wohlstand, aber auch durch Piraterie.
Berühmt wurde der Korsar Robert Surcouf, der sich mit 35 Jahren zur Ruhe setzte. Damals wurde sogar eine eigene Republik ausgerufen.

1944 wurde der historische Stadtkern (intra muros, innerhalb der Stadtmauern) von Saint Malo zu etwa 85 Prozent durch Bombardierungen zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte so originalgetreu wie möglich.
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Mehr InformationenHeute ist Saint Malo nicht nur einer der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs, sondern auch eine erfolgreiche Industriestadt, Die Industrie ist aber nur außerhalb der Stadtmauern angesiedelt.
Rundgang
Unser Rundgang beginnt im Norden der Stadt. Da Ebbe ist kann man die vorgelagerten Insel mit ihren Festungen zu Fuß erreichen.
Die Tide beträgt hier 12 m und gibt bei Ebbe weitläufige Sandstrände frei.

Im östlichen Teil befinden sich die meisten der Geschäfte und Restaurants. Hier sind die Gassen gefüllt mit Touristen.
Ein kleiner Markt lädt die Menschen ein, Künstlern und Handwerkern bei ihren Tätigkeiten zuzusehen.

Vor den Stadtmauern befindet sich der abgeschlossene Hafen, der die Schiffe vor den Gezeiten schützt. Auch reiche Araber legen hier mit ihren imposanten Yachten an.
Auch die kleinere der beiden Luxusyachten gehört Dubai, auch wenn sie unter südafrikanischer Flagge fährt.

Im Süden liegt der äußere Hafen. Die mächtigen Gewerke zeugen von der Höhe des Tidenhubs, der hier 12 m beträgt.
Es ist Mittag und wir beobachten die Älteren, die gemütlich aber voller Eifer „Boule bretonne“ spielen.

Der westliche Teil der Stadt dient mehrheitlich Wohnzwecken. Außerhalb der Mauern liegen die Badestrände.
Die einzige Wiese der Stadt ziert eine Statue von Jacques Cartier.

Das Maison de Quebec ist eine Erinnerungsstätte an Jacques Cartier, der von hier aus nach Neufundland aufbrach und Quebec gründete.

Von den Stadtmauern aus lassen sich die Sonnenuntergänge am besten beobachten.

Vorbei am schön beleuchteten Rathaus kehren wir zum Touristentrubel zurück und suchen uns ein Restaurant zum Abendessen.
Tipps für Reisende in die historische Altstadt von Saint Malo
Reisende mit viel Gepäck sollten vor der Hotelbuchung nach einem Lift fragen, sofern man nicht drei Stockwerke mit seinem Gepäck rauf und runter laufen möchte.
Die historische Altstadt (La ville Intra-Muros) ist tagsüber für den Verkehr gesperrt. Viele Hotels haben keine, oder nur sehr wenige enge Parkplätze. Vor den Stadtmauern gibt es große, gebührenpflichtige Parkplätze. Fragen Sie im Hotel nach 24-Stunden Tickets.
Bitte lesen Sie weiter > Jean-Paul Albert in Saint Malo
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