Der Emei Berg – Emei Shan – zählt zu den vier heiligen Bergen Chinas und symbolisiert das Feuer.

Die wilden Tibetmakaken, vor denen unsere Begleiter großen Respekt haben, scheinen weniger heilig zu sein. Mit dem Auto fährt man über eine schön gewundene Straße bis auf zweieinhalbtausend Meter Höhe.
Nach einer halben Stunde Wanderung durch die obligatorischen Souvenir-Straßen erreicht man die Seilbahn, die nochmals an die 500 Höhenmeter überwindet.
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Mehr InformationenDer ältere Herr in unserem Video ist, begleitet von seiner Tochter, schon seit zwei Wochen unterwegs.
Sie haben zu Fuß in mehreren Tagesmärschen den Berg bezwungen, nachdem sie mehrere Tage mit der Eisenbahn aus der Nähe von Peking unterwegs waren.
Sein Wunsch ist, persönlich eine berühmte Schriftrolle, die im Kloster verwahrt wird, zu lesen.

Der ursprünglich daoistische Kranichtempel ist berühmt für seine Bibliothek und die Bewahrung und Weiterentwicklung medizinischen Wissens. Der Ausblick vom Gipfel des Dreitausenders ist grandios, sofern die Wolken ihn zulassen. Bei klarer Sicht sind sogar die ersten Gipfel des Himalaya zu sehen.
Außer Devotionalien-Papierchen hat sich auch schon manch verwirrter Buddhist die Felsen hinabgestürzt, um das Nirvana zu erreichen.
Nach einem Brand, bei dem bis auf die Glocke alles abbrannte, wurde der Tempel wieder völlig neu aufgebaut. Auch die drei Boddhisattvas in der Haupthalle sind nicht mehr die ursprünglichen.

Die enge Bindung des Tempels an den tibetanischen Buddhismus ist auch an seinen Besuchern erkennbar. Seit 1996 ist der Emei Berg zusammen mit dem großen Buddha von Leshan UNESCO-Welterbe.
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