Die Stadtmauer von Avila in Kastilien-Leon ist das Wahrzeichen der Stadt. Die 2500 m lange und 12 m hohe Mauer, mit ihren 2500 Zinnen, 88 Türmen und 9 Stadttoren, ist komplett erhalten. Errichtet wurde sie in der Zeit vom 11. – 14. Jahrhundert. Sie diente nicht nur als Schutz vor Angreifern, sondern auch der Kontrolle des Warenverkehrs und der Abwehr von Epidemien.
Die Stadt Avila erlebte ihre beste Zeit im 16. Jahrhundert, als die Textilwirtschaft blühte. In jener Zeit entstanden zahlreiche Renaissance-Paläste, die das Stadtbild prägen. Heute bestimmt das kulturelle und stadtgeschichtliche Erbe seine Einzigartigkeit.

Die Stadtmauer von Avila ist seit 1884 ein registriertes Nationaldenkmal und seit 1985 Teil des UNESCO Weltkulturerbes.
Hier sehen Sie das Video (4K UHD 50p) unseres Rundgangs
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen(Musik: Milonga de Gerardo, Las abuelas by Juan Hedo – La Plaza del 2 de Mayo)
Aufgrund seiner Höhenlage in über 1100 m Höhe ist Avila auch im Hochsommer ein beliebtes Touristenziel, doch die Weihnachtswoche ist die bedeutendste Touristenzeit.
Zwei bedeutende Persönlichkeiten drückten Avila ihren Stempel auf.
Isabella die Katholische (Isabella I. von Kastilien), die hier die Inquisition erdachte und Teresa von Avila, die den Karmeliter Orden reformierte und zahlreiche Klöster gründete.
Spaziergang auf der Stadtmauer
Ein Spaziergang auf der Stadtmauer gehört zu Pflichtprogramm bei einem Besuch in Avila. Es gibt 3 Aufgänge. Zwei im Osten und einer im Westen. Wir wählen zuerst einen der beiden im Osten. Er erlaubt die Erkundung eines Teils der südlichen Mauer.
Der Aufgang ist direkt neben der Calle Don Germonimo. Der Platz innerhalb der Mauer wird eingerahmt vom Gebäude mit dem Ministerio De Economia Y Hacienda. Ausserdem befindet sich hier auch das Katasteramt (Gerencia Territorial del Catastro de Avila).

Auf der anderen Seite der Mauer haben wir einen schönen Blick auf das Kloster Parroquia de San Pedro Apostol und den davor liegenden Platz, die Plaza de Santa Teresa de Jesus.

Sobald man den südlichen Teil der Mauer erreicht, wird der Blick auf die Iglesia de Santiago gerichtet.

Wir kehren um und gehen nach dem Aufgang noch ein Stück auf der östlichen Mauer in Richtung Kathedrale. Doch bald ist auch hier Schluss.
Wir verlassen die Mauer auf gleichem Weg, den wir gekommen sind, um sie danach beim Tourismusbüro (Oficina de Turismo) neben der Puerta del Alcazar wieder zu erklimmen.
Beim Überqueren eines Tors wird der Blick nach unten freigegeben. Damals konnten Feinde mit Steinen oder Pfeilen durch die Öffnungen in der Tordurchfahrt attackiert werden.

Hier wir einem erst einmal die Höhe von 12 m bewusst. Sowohl die Errichter dieses Monumentalbauwerks als auch die Verteidiger mussten über großen Mut und Schwindelfreiheit verfügen.

Man einen schönen Blick auf die Basilika San Vicente, die außerhalb der Mauern liegt. Der Sage nach wurden hier die Märtyrer Vicente, Sabina und Cristeta während der Herrschaft von Diokletian hingerichtet.
Die Basilika wurde im 14. Jahrhundert fertiggestellt und gilt als das beste Beispiel romanischer Architektur in Spanien.

Gut zu sehen ist auch das Monasterio de La Encarnación. Das Karmeliter Nonnenkloster, in das Santa Teresa von Jesus 1535 eintrat und später hier Priorin wurde.
Im Gegensatz zur engen mittelalterlichen Bebauung innerhalb der Stadtmauern, die nur von der Basilika überragt wird, steht der großzügige Bau des Kongresszentrums (Centro de Exposiciones y Congresos).
Im Hintergrund erhebt sich das mächtige Gebäude der katholischen Universität (Universidad Católica de Ávila).

Links im Hintergrund überspannt die schöne steinerne Eisenbahn-Bogenbrücke das Reservoir von Fuentes Claras.

Im Westen der Stadt führt eine schön geschwungene Fußgänger Holz-Bogenbrücke über den Fluss, der zum Aussichtspunkt Los Cuatro Postes. Von dort hat man den schönsten Panoramablick auf die Stadt und die Stadtmauer.
Der Fluss Adaja bildet hier ein ausgedehntes Biotop, das Grundlage für die unzähligen Schwalben und Störche in der Stadt ist. Immer wieder können wir dem virtuosen Flug der Schwalben und dem eleganten Gleiten der Störche zusehen.

Öffnungszeiten der Stadtmauer von Avila
1. April bis 16. Oktober: Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr.
17. Oktober bis 30. März: Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 17:15 Uhr.
Montags geschlossen
Bitte lesen Sie weiter > Aussichtspunkt Cuatro Postes
Pin it – für später merken

Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia
Handwerkliche tolle Arbeit
Vielen lieben Dank. Es freut uns, dass es gefällt.