Für den Nachmittag haben wir einen Ausflug nach Caravaca de la Cruz geplant. Die Stadt in der Region Murcia gilt als die älteste Fundstätte in der Altsteinzeit in Europa. Außerdem gibt es hier eine der größten prähistorischen Begräbnisstätten Europas. 1300 Skelette wurden hier gefunden.
Strategische Bedeutung erhielt Caravaca im Mittelalter als Knotenpunkt zwischen dem Königreich von Granada, dem Königreich Murcia, sowie der Krone von Aragon. Später wurde sie christliche Grenzstadt gegen Al-Andalus.

Berühmt wurde Caravaca durch eine Reliquie, die angeblich vom Kreuz Christi stammt. 1998 wurde Caravaca de la Cruz von Papst Johannes Paul II zu einer der zehn heiligen Städte erklärt und hat das Privileg dies alle sieben Jahre zu feiern. Die Patronatsfeierlichkeiten von 1. bis 5. Mai jeden Jahres wurden 2004 als international von touristischen Interesse deklariert.
Die Strecke von 80 km von Murcia bis Caravaca verging wie im Flug. Die südspanische Landschaft ist zwar karg und trocken, aber dennoch sehr abwechslungsreich. Durch geschicktes Wasser-Management wird viel künstlich bewässert. Hervorragender Obst- und Gemüseanbau ist immer wieder zu beobachten. Unterbrochen wird die Landschaft durch hoch auf Hügel liegende Dörfer.
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Mehr InformationenBei unserer Ankunft in Caravaca finden wir entgegen unserer Erwartung einen Parkplatz in der Nähe des Plaza del Arco. Das Wetter ist schön und eine Tapas-Bar hat Stühle draußen stehen.

So gönnen wir uns zunächst einmal einen leckeren Schinken und lassen den Platz auf uns wirken.

Neben den wunderschön blühenden Jacaranda Bäumen, entdecken wir vor einem Geschenkeladen ein herrliches Pferdekostüm. Solche Kostüme werden den Pferden beim Fest Caballos del Vino angelegt. Sie sind sehr kostbar, da teilweise ein ganzes Jahr an ihnen gearbeitet wird.

Zum Ursprung des Festes gibt es heute nur noch eine Legende. Sie besagt, dass die Bewohner und die Tempelritter in der Burg Zuflucht vor der Belagerung durch die Muslime fanden. Mit der Zeit wurde das Wasser ungenießbar und einige wurden krank. Reiter schlichen sich nachts aus der Burg. Aber statt Wasser brachten sie nur einige Weinschläuche mit zurück.
Man segnete den Wein unter dem Caravaca-Kreuz und gab ihn den Kranken, denen es sofort besser ging. Daraufhin mischte man den Wein mit dem verdorbenen Wasser, welches wieder frisch wurde. So konnte man dem Feind widerstehen. Die Feier Caballos del Vino soll von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt werden.
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Mehr InformationenGestärkt machen wir uns auf den Weg zur Kathedrale. Eine relativ steile Straße führt den Hügel hinauf.

Auf halber Strecke steht ein beeindruckendes Denkmal zu Ehren des Festes Caballos del Vino. Von hier aus hat man eine ersten Ausblick über die Dächer von Caravaca. Besonders beeindruckend liegt die mächtige Befestigungsmauer der ehemaligen Burg vor dem Betrachter.

Wir gehen weiter auf die Spitze des Hügels. Hinter den Befestigungsmauern umgibt ein großer Platz die Basilika und Wallfahrtskirche Vera Cruz.

Vermutlich um Platz zu sparen hat man die Wohnung des Bischofs direkt auf die Kathedrale gebaut, was ihr ein sonderbares Aussehen verleiht.

Naja, jedenfalls scheint man von dort aus einen herrlichen Fernblick zu haben.

Ein altes Uhrwerk ist in einem kleinen Turm an der Mauer ausgestellt. Wir werfen einen kurzen Blick in die Kathedrale und den Innenhof.

Wir verinnerlichen eine Weile den Blick auf die Dächer der Altstadt, aber natürlich auch über die anderen Teile der Stadt und die Umgebung.



Dann gehen wir wieder zurück zum Auto und fahren nach Murcia zurück.

Auf dem Rückweg konnten wir noch einen Blick auf einen Stausee werfen, der Teil des Bewässerungssystems ist und versteckt zwischen den Hügeln liegt.

Kurz vor unserer Ankunft in Murcia haben wir auch noch einen großartigen Panoramablick auf Murcia.
Bitte lesen Sie weiter > Ein Kurzbesuch in Cartagena
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