Die Zitadelle und die Pupurne verbotene Stadt sind zweifellos die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hue.
Die Zitadelle
Die Zitadelle ist quadratisch angelegt mit einer Seitenlänge von je 2,5 km und ist umgeben von einer 6 m hohen Befestigungsmauer und einem 4 m tiefen und 23 m breiten Wassergraben. 11 Tore erlauben den Zugang.

Innerhalb der Zitadelle gibt es Wohnviertel, die durch Mauern und Kanäle voneinander getrennt sind. Eingebettet darin ist die Kaiserstadt (Imperial City) und die Purpurne Verbotene Stadt, der Kaiserpalast. Die Planung der Kaiserstadt orientierte sich an der Verbotenen Stadt in Peking.
Ein Großteil der Anlage wurde 1968 im Vietnamkrieg zerstört, als hier während der Tet-Offensive ein erbitterter Häuserkampf stattfand, bis die Amerikaner begannen die Zitadelle zu bombardieren.
Nur wenige Bauwerke blieben erhalten. Vietnam bemüht sich, den Wiederaufbau dieser einzigartigen Anlage voran zu treiben. 30% der Gebäude wurden zwischenzeitlich wieder restauriert.

Erbaut wurde die Anlage 1805 von Kaiser Gia Long, dem ersten Kaiser der Nguyen-Dynastie, der mit Hilfe der Franzosen an die Macht gekommen war. Fortan regierten die vietnamesischen Kaiser das Land bis 1883 von Hue aus. Danach regierte die französische Kolonialherrschaft.
1993 wurde die Zitadelle in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.
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Mehr InformationenWir fahren vorbei an der mächtigen Bastei mit dem berühmten 37 m hohen Flaggenturm. Durch ein Tor erreichen wir das Innere, wo die neun prächtigen heiligen Kanonen ausgestellt sind, die die Zerstörungen überlebt haben.
Sie symbolisieren die vier Jahreszeiten und die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall. Um die Bronzekanonen zu gießen, ordnete Kaisers Gia Long 1803 an, alle Kupfer Waffenstücke der Tay Son Armee zu sammeln. Jede einzelne wiegt mehr als 10 Tonnen und ist 5 m lang. Sie sind die „heiligen unbesiegbaren Generäle“.

Durch das Ngo Mon Tor (Mittagstor), welches wieder bestens instand gesetzt wurde, betreten wir die Kaiser Stadt ( Imperial City). Links befindet sich der Trommel- und rechts der Glockenturm.
Das Tor diente auch zur Abnahme von Paraden und Zeremonien. Dabei hielt sich der Kaiser im ersten Stock auf. Von hier aus hat man bereits einen guten Blick auf die Halle der höchsten Harmonie mit dem Thron des Kaisers ( Thai-Hoa-Palast ).

Davor befinden sich ein Teich mit Kois, die darauf warten gefüttert zu werden. Überqueren kann man diesen über die Brücke des Goldenen Wassers (Trung Dao).

Die Pupurne Verbotene Stadt

Dahinter beginnt die Verbotenen Pupurne Stadt. In einem wunderschönen Pavillon, der den Eltern des Kaisers gewidmet war findet man Geschirr und Gebrauchsgegenstände des Kaiserhofes, aber auch zahlreiche historische Fotografien.
Die anderen Pavillons rund um den großen Platz waren wohl den Konkubinen vorbehalten.


Die anderen Pavillons rund um den großen Platz waren wohl den Konkubinen vorbehalten.
Wir bleiben im östlichen Teil, wo sich die ebenfalls bestens restaurierte Thai Binh Pavillion und das kaiserlichen Theater befinden.

Der Thai Binh Pavillon, die Bibliothek des Kaisers, wurde unter Thieu Tri, dem dritten Kaiser der vietnamesischen Nguyen-Dynastie (1841-1847) errichtet. Er wurde zum ersten Mal im Jahre 1921 unter Kaiser Khai Dinh restauriert und dann wieder zwischen 1990-1991. Er zeichnet sich durch künstlerische Landschaft und einzigartige Keramik Mosaiken aus.
Dahinter liegt der Thai Mieu und Trieu Mieu Tempelkomplex aus dem Jahre 1804. Er umfasste etwa 10 Gebäude, mit den beiden Haupttempeln, dem Thai To und dem Trieu Tempel. Hier sind zur Zeit umfangreiche Restaurierungsarbeiten im Gange.

Auch die Schatzkammer wartet noch auf die Restaurierung. Das Hauptgebäude aus dem Jahr 1837 wurde im frühen 20. Jahrhundert durch das heutige Gebäude im europäischen Stil ersetzt.
Im Jahr 1936 diente es als Hauptquartier für die kaiserliche Stadtwache. Im Jahr 1957 wurde es zum Hue College of Fine Arts.

Wir verlassen das Gelände durch das Cửa hiển nhân Tor im Osten. Leider haben wir vom westlichen Teil der Verbotenen Stadt und dem Rest der Zitadelle nichts gesehen, obwohl es auch dort einiges zu entdecken gegeben hätte. Unser Aufenthalt war einfach zu kurz. Man sollte sich mindestens sechs Stunden Zeit für einen Besuch nehmen.

Über den Parfüm Fluss fahren wir zum Mittagessen in das Restaurant Moc Vien. Das Restaurant ist ca 15 Minuten von Hue entfernt und eine Oase der Ruhe.
Im liebevoll gestalteten schattigen Garten mit Teichen und Brücken genießen wir ein hervorragendes Menü und lassen die Eindrücke Revue passieren.

Bitte lesen Sie weiter > Das kaiserliche Grab von Tu Duc – Hue
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Im Text heißt es bezüglich der Zitadelle:
„Ein Großteil der Anlage wurde 1945 im Vietnamkrieg zerstört, als hier während der Tet-Offensive ein erbitterter Häuserkampf stattfand, bis die Amerikaner begannen die Zitadelle zu bombardieren.“
Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen, denn die Tet-Offensive fand est im Jahr 1968 statt.
Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler natürlich sofort korrigiert.