Nach der Besichtigung der ehemaligen Festung Ayaz Kala machten wir uns auf den Weg in das 450 km entfernte Bukhara. Ca. 300 km davon führen durch die Wüste Kyzylkum. Wir haben Glück, denn es ist bereits Anfang September. Um diese Jahreszeit steigt das Thermometer lediglich nur noch auf 45º C. In den Monaten Juli und August sind auch 60ºC keine Seltenheit.

Zunächst führt uns die Straße noch durch landwirtschaftliches Anbaugebiet. Es ist Erntezeit und vor allem das Heu muss eingebracht werden. Von Zeit zu Zeit sehen wir dreirädrige Traktoren. Dies sind Eigenproduktionen von Usbekistan.

Unweit von Kyzyl Shiva passieren wir die ehemalige Festung Guldunsun qala.
Nachdem wir einen Kanal an der Grenze zwischen Choresmien und der autonomen Republik Karakalpakstan überquert haben, erreichen wir die Wüste. Kurz darauf gilt es auch wieder einen Checkpoint zu passieren.

In südlicher Richtung nähern wir uns nun dem Feuchtgebiet des Amudarja. Am gegenüber liegenden Ufer ist bereits Turkmenistan. Für einen längeren Aufenthalt ist es hier aber zu heiß. Nun geht es erst einmal 200 km schnurgerade durch die Wüste.

Die Autobahn ist erstaunlich gut ausgebaut. Mitten im Nirgendwo legen wir eine Rast ein. Ein einsames Restaurant, das Kizilqum Teahouse bietet etwas Schatten.
Als wir die Fahrt fortsetzen sehen wir in der Wüste eine Windhose, die den Sand ordentlich verwirbelt.
Hier sehen Sie das zugehörige 4K UHD Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenWir nähern uns wieder dem Rand der Wüste und überqueren wir eine Eisenbahnlinie, an der gearbeitet wird. Die Strecke wird gerade für den Hochgeschwindigkeitszug zwischen Bukhara und Xiva ausgebaut.

Wir stoppen noch einmal an einem Baumwollfeld um uns die erntereifen Baumwollkapseln aus der Nähe anzusehen. Danach nimmt die Bebauungsdichte entlang der Straße wieder zu. Moderne Gebäude säumen die Straße.
Wir erreichen das Zentrum von Bukhara. Um einen kleinen Teich gruppieren sich einige Restaurants, zwei Medressen und eine Moschee.

Nur wenige Schritte entfernt übernachten wir im B&B Nazira & Azizbek. Ein hübscher Innenhof, in dem man auch leicht andere Gäste kennenlernen kann lädt zum verweilen ein.
Die Zimmer sind sauber, verfügen über eine eigene Dusche und haben eine Klimaanlage. Auch freies WLAN ist verfügbar. Das Frühstück wird im Innenhof serviert. Die Frauen sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Doch zunächst gehen wir Abendessen. Auf dem Platz am Teich steht ein Denkmal des Erzählers Hodscha Nasreddin, der im gesamten türkischen und zentralasiatischen Raum sehr populär ist.
Ob er wirklich existiert hat, ist allerdings nicht erwiesen. Im Laufe der Zeit wurden ihm immer mehr Witze und Sprüche zugeschrieben.

Wir gehen zum Restaurant Saroy, das Tische direkt am Wasser anbietet und genießen unser Abendessen.
Bitte lesen Sie weiter > Geführter Stadtrundgang in Buchara – Teil1
Pin it – für später merken

Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia