Glücklicherweise hat weltweit die Bevölkerung in den Städten (außer dem amerikanischen Präsidenten Trump) das Problem der Klimakatastrophe besser erkannt, als die Landbevölkerung. Dennoch haben wir uns gefreut, dass auch in Wittlich das zarte Pflänzchen des Klimaprotestes auch diese Region erreicht hat.
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Mehr InformationenDank dem Engagement von Frau Dipl.-Psych. Sabine Hecker, Sprecherin des Stadtverbandes der Grünen und ihrem Mann Dr. Josef Hecker fand am 29.11.2019 der Klimastreik auch in Wittlich statt. Unterstützt wurden sie von Günter Esch aus Bruch, Beigeordneter Verbandsgemeinderat der Grünen, Wittlich-Land.

Ziel der Veranstaltung war die Unterstützung der Forderungen der Initiative an die Bundesregierung:
- Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5° C – Ziels
- Netto-Null 2035 erreichen
- Kohleausstieg bis 2030
- 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035
Bis Ende 2019:
- Ende der Kohlesubventionen für fossile Energieträger
- ¼ der Kohlekraft abschalten
- eine Steuer auf alle Treibhausgas-Emissionen; laut Umweltbundesamt 180 Euro pro Tonne CO2
Obwohl nur relativ wenige Menschen gekommen waren, sind doch viele sinnvolle Vorschläge gemacht worden, um die Situation zu verbessern. Dennoch sind Zweifel angebracht, dass die tatsächlichen Maßnahmen ausreichen werden, um die Erde zu retten.

Ziel der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist Energie zu sparen und die benötigte Energie möglichst effizient zu nutzen. Dennoch zeigt sich, obwohl die Regelungen seit 2009 gelten und auch beim Verkauf von Altbauten Anwendung finden sollten, dass sich niemand daran hält, da es nicht überprüft wird. Außerdem sind manche Vorschriften so absurd, dass keinerlei Sinn erkennbar ist.

In Neubaugebieten werden mittlerweile überwiegend Wärmepumpen verwendet. Dennoch ist die Feinstaubbelastung im Winter so hoch wie in kleinen Städten im Pamir, die mit Dung beheizt werden. Der Grund liegt darin, dass Kamine nicht verboten werden (nicht einmal Luftfilter sind vorgeschrieben) und die Menschen alles verheizen, was brennbar ist.
Genauso sieht es im Verkehrsbereich aus. Die Menschen versuchen sich ständig zu entschuldigen, dass die Verkehrsverbindungen auf dem land so schlecht seien. Aber kann dies der Grund sein, dass vor jedem Einfamilienhaus mindestens zwei Autos stehen und dies sind bevorzugt SUV’s. Dabei experimentiert man in Wittlich mit zukunftsträchtigen Verkehrskonzepten, wie dem Wittlich Shuttle des On-Demand Anbieters ioki. Der Rufbus kommt auf Anforderung und scheint auch gut genutzt zu werden. Doch wirklich sinnvoll wäre er nur, wenn die umliegenden Gebiete mit einbezogen wären und nicht nur das Stadtgebiet von Wittlich.

Ein weiteres großes Problem ist die Landwirtschaft. Es nutzt nichts, sich BIO zu nennen, aber die Landschaft so intensiv zu düngen, dass Nitrat im Trinkwasser zu finden ist. Hier fehlt grundlegendes Unrechtsbewusstsein. Nicht die Landwirte sind die Opfer, sondern die Bevölkerung, die sich gesundheitsschädlich ernähren muss.

Mit der Hoffnung auf Besserung schauen wir in die Zukunft!