Zum Besuch der Altstadt, sowie zum Eintritt in historische Gebäude in Hoi An, muss jeder Besucher ein Ticket kaufen. Das Ticket kostet 120.000 VND, ca. 5 Euro. Ein Großteil der Einnahmen dient dem Erhalt des UNESCO Weltkulturerbes und fließt in die Restaurierungsarbeiten.
Im Ticketpreis inbegriffen sind Vouchers für den Besuch von 5 der 18 Sehenswürdigkeiten. Sie werden am jeweiligen Eingang entwertet.
Während des Aufenthalts in Hoi An bleibt, sollte man sein Ticket auch nach dem Besuch der 5 Sehenswürdigkeiten aufheben. Es kann sein, dass man in der Altstadt kontrolliert wird. Uns ist es jedoch nicht passiert.
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Mehr InformationenHoi An Artcraft Manufacturing Workshop

Im vorderen Teil des Hauses werden zweimal täglich traditionelle vietnamesische Tänze von den Künstlern des Hoi An Traditional Art Performance House aufgeführt.
4K UHD Video – Traditioneller Tanz und Musik
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Mehr InformationenNeben den Aufführungen im Hoi An Kunst Handwerk Manufacturing Workshop findet täglich um 17:30 eine Aufführung im Hoi An Traditional Art Performance House statt.
Im Innenhof und im ersten Stock kann man bei der Herstellung von Lampions und anderen Souvenirs zusehen.

Auf dem Weg zum nächsten Highlight passieren wir die Markthalle. Viele Menschen machen von dem hervorragenden Angebot Gebrauch und Frühstücken oder Essen hier.

Hoi Quan Phuoc Kien – Versammlungshalle der Chinesen aus Fujian
Hoi Quan Phuoc Kien ist die prachtvolle Versammlungshalle der der chinesischen Fukien-Gemeinde. Es ist die größte und schönste der fünf noch existierenden Versammlungshallen in Hoi An.
Sie wurde um 1690 von Chinesische Händler aus der Provinz Fujian, im Südosten Chinas, errichtet.

Im Inneren befindet sich ein Tempel zu Ehren von Thien Hau, der Göttin der Meere und Schutzpatronin der Seefahrer und Fischer. Die Versammlungshalle wurde bis in die 1970 Jahre immer wieder ausgebaut und modernisiert.
Durch ein reich verziertes Steintor gelangen wir in den Innenhof mit vielen Zierpflanzen, Statuen und einem Drachenbrunnen.

Wandbilder und Malereien im Inneren zeigen Geschichten aus der Fujian-Mythologie und Geschichte.
Tiere spielen hierbei eine wichtige Rolle. Tiermotive sind auf vielen der schönen Schnitzereien, Skulpturen und Wandbildern zu finden. Der Drachen symbolisiert die Macht und die Schildkröte das Symbol für ein langes Leben.

Ein Modell eines Bootes erinnert an die Reise der Erbauer nach Vietnam.

In einem verglasten Altar befindet sich die mit Blattgold überzogen Statue von Thien Hau. Sie wird begleitet von Thuan Phong Nhi, der Göttin, die Schiffe aus Tausenden von Meilen Entfernung hören kann und Thien Nhan Ly, die Göttin mit Adleraugen, die Schiffe aus der gleichen Entfernung sehen kann.
Der Altar in der Haupthalle zeigt die sitzende Skulpturen der Oberhäupter von sechs Familien aus Fujian. Die sechs Familien flohen nach dem Fall der Ming Dynastie aus China nach Hoi An und bauten die Versammlungshalle. Kleinere Figuren zeigen die Nachfolger der Clanführer.
Rechts dahinter ist der Ort zur Verehrung für einen Gott des Wohlstandes und die Figuren der Göttin der Fruchtbarkeit, drei Feen und 12 Hebammen. Man sagt, dass jede der Hebammen dem Neugeborenen eine wichtige Fähigkeit für sein erstes Lebensjahr vermittelt, wie z.B. Saugen, Lächeln. Deshalb kommen viele Paare aus Hoi An hierher um für das Glück ihrer zukünftigen Familie zu beten.
Toc Tran – Kapelle der Familie Tran
Das Haus der Familie Tran ist eins der geschichtsträchtigsten Gebäude in Hoi An.

Die Familie Tran kam um 1700 von China nach Vietnam. Die Kapelle wurde Anfang des 19. Jahrhunderts mit Spenden der Familienmitglieder als Andachtsraum für die Ahnen erbaut.
Es wurde von Tran Tu Nhac, einem hochangesehenen Mandarin unter Gia Long erbaut, bevor er als königlicher Gesandter nach China geschickt wurde.

Die Architektur ist eine Kombination aus chinesischen, japanischen und vietnamesischen Stilelementen. Das Haus und der 1500m2 große Garten wurden nach Feng Shui Regeln gestaltet.

Noch heute treffen sich die Mitglieder der Familie Tran einmal im Jahr. Neben dem Gedenken an die Verstorbenen wird den Kindern die Tradition des Tran-Clans vermittelt.
In den hinteren Räumen werden die umfangreichen Sammlungen, wie Porzellan, Münzen, etc., ausgestellt und sind für Besucher zugänglich.
In den Straßen von Hoi An hat man immer die Gelegenheit, Menschen bei handwerklichen Tätigkeiten zuzusehen. Besonders interessant finden wir eine Seidenstickerei. Voll konzentriert gehen die jungen Frauen ihrer Beschäftigung nach.
Duc An Haus
Seit über 400 Jahren wird das Haus von der gleichen Familie bewohnt. Heute ist es im Besitz von Herrn Phan Ngoc Tram.
Es ist das schönste Haus in Hoi An, da es auch nicht dem Souvenirverkauf dient, sondern in seiner ursprünglichen Form erhalten wird. Die gediegene Ausstattung zeugt vom Geist der Besitzer. Es ist auch ein Zeugnis für die Geschichte Vietnams der letzten 100 Jahre.

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war es eine Apotheke. Es entwickelte sich aber über einen Zeitungs- und Buchverkauf rasch zu einem Treffpunkt Intellektueller, da auch Werke ausländischer politischer Denker verkauft wurden.

Rasch formierte sich ein Kreis, der für die gewaltlose Unabhängigkeit Vietnams gegen die französische Kolonialregierung eintrat. Regelmäßiger Gast im Haus war Phan Chu Trinh, ursprünglich ein Mandarin, später ein Anwalt, Schulgründer, Revolutionär und vietnamesischer Nationalheld.

Damaliger Besitzer von Duc An war Herr Cao Hong Lanh. 1930 war er Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei Vietnams, 1957 stellvertretender Chef des Zentralkommitees.
Befreundet war Herr Cao Hong Lanh auch mit General Vo Nguyen Giap. Für den Viet Minh organisierte dieser die Guerillastreitkräfte für den Widerstand gegen die Japaner. Als Oberbefehlshaber der nordvietnamesischen Armee entwickelte er die Taktik für die Schlacht von Dien Bien Phu, die zur Beendigung der französischen Kolonialherrschaft führte.
Der deutsche Journalist Peter Scholl-Latour nannte ihn „Napoleon des Ostens“. Verantwortlich war General Vo Nguyen Giap auch für die Tet-Offensive, die die Wende im Vietnamkrieg brachte. Später war er Verteidigungsminister, stellvertretender Ministerpräsident, Mitglied des Zentralkomitees, Mitglied des Politbüros und nationaler Held.
Tan KY Haus
Das Tan Ky Haus wurde vor fast 200 Jahren gebaut. Es ist seit 7 Generationen bewohnt und ist das erste private Haus, das 1985 vom Kultusminister, zusammen mit zwei anderen Monumenten, als kulturelles Denkmal anerkannt wurde.

Das Haus ist ein fast perfektes Beispiel einer Kaufmannsresidenz aus dem 18. Jahrhundert. In dieser Zeit war Hoi An eine blühende Hafenstadt.
Der Name Tan Ky bedeutet „Progress Shop“ und wurde dem Haus von der zweiten Generation gegeben, um den Wunsch des Besitzers nach einem wohlhabenden Geschäft auszudrücken.
Im Haus findet man eine Kombination von vietnamesischem, chinesischen und japanischen Architekturstilen. Dank der Doppelbauweise und der Verwendung hochwertiger Materialien ist das Haus noch fast vollständig erhalten. Es besteht im Inneren aus Holz und außen aus Ziegelsteinen und Dachziegeln. Der Innenhof lässt Licht hinein und sorgt für Ventilation. Dadurch ist es im Winter warm und im Sommer immer kühl.
Wir konnten nur den Wohnbereich und den Innenhof im Erdgeschoss besichtigen. Im Obergeschoss wohnen die Eigentümer.

Dennoch gibt es auch hier negative Punkte. Das Haus liegt direkt am Fluss und immer wieder tritt das Wasser über die Ufer und überschwemmt Teile des Gebäudes, wie Fotos an der Wand eindrucksvoll beweisen.
Am schlimmsten war es 1964. Die Pegelanzeige an einer Wand erinnert an all diese Katastrophen.

Nach all den Besichtigungen genießen wir es die Menschen und die Boote im Hafen zu beobachten.
Die fröhlichen Farben und das Spiel des Lichtes im Wasser sind ein angenehmer Kontrast zu den eher dunkel gestalteten Wohnhäuser.

Garküchen am Fluss
Nach Sonnenuntergang versuchen wir ein Geheimnis der Garküchen am Hafen zu lüften. In der Regel wird auf einem kleinen Gasofen gekocht. An der Seite ist eine Reihe von Plastikboxen gestapelt.
Die Garküche hat 3 bis 4 Tische, an denen zwischen 15 und 25 Personen Platz nehmen können. Die größte Überraschung erfährt man aber wenn man das Menü bekommt. Seitenweise sind unterschiedlichste Gerichte aufgelistet. Wir fragen uns, wie funktioniert das bloß?

Der Mann nimmt die Bestellungen auf und übergibt sie seiner Frau. (Die Rollen können auch vertauscht sein.) Dann verschwindet er. Die Frau brät in der Zwischenzeit Fleisch oder Fisch. An Fleischsorten stehen in der Regel Rind, Schwein und Geflügel zur Verfügung.
Anschließend greift sie in die gestapelten Boxen und mischt die Beilagen entsprechend der Bestellung. Ein guter Teil der Gerichte im Menü unterscheiden sich lediglich auf Basis der unterschiedlich gemixten Beilagen. Die Frau serviert dann die fertigen Gerichte.
In der Zwischenzeit taucht auch der Mann wieder auf und bringt Gerichte von Nachbarständen oder Restaurants, die sie selbst nicht im Angebot haben. Am Ende des Tages werden auch noch die Tische und Bänke eingepackt, die jede Garküche selbst mitbringen muss. Geschmeckt hat es vorzüglich. Man kann den Minimalismus und die Improvisationsgabe der Asiaten nur bewundern!

Bitte lesen Sie weiter > Spaziergang durch Hoi An
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