Das Canadian Canoe Museum (Kanadisches Kanumuseum) in Peterborough, Ontario ist das einzige auf Kanus spezialisierte Museum in Nordamerika. Bis ins 19. Jahrhundert war das Kanu das wichtigste Transportmittel in Kanada und vielen Gebieten der USA.
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Mehr InformationenEs begann mit einem Kanu aus der Zeit um 1890. Mit ihm gründete Professor Kirk W. Wipper das Kanawa Museum von bei Camp Kandalore nördlich von Minden, Ontario. Die Sammlung wuchs ständig und so übertrug Professor Wipper 1994 die Verantwortung für Sammlung an eine gemeinnützige Einrichtung. Am 1. Juli 1997 wurde das Canadian Canoe Museum in Peterborough eröffnet.
2006 wurde seine Königliche Hoheit Prince Andrew Patron des Museums. Er spendete drei Kanus aus dem Bestand der Königsfamilie, die ebenfalls ausgestellt werden. Die Sammlung umfasst inzwischen über 600 Kanus und Kajaks und konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Kanus der fahrenden indigenen Völker Kanadas, wie zum Beispiel die Algonkin, die Mi’kmaq oder die Abenaki.
Im Museum wird der Bau indianischer Kanus demonstriert. Seit 2002 werden jährlich Kanubauer der betreffenden First Nations und Inuit eingeladen um ihre Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.
Auch Etappen der Geschichte z.B. den Gebrauch eines Kanus bei den Mi’kmaq werden hier wieder lebendig. Es gibt eine wissenschaftliche Sammlung historischer Kanus, die für die verschiedensten Zwecke bestimmt waren. Die Kanus der indigenen Völker, handgearbeitet und mit schönen Ornamenten verziert, gebaut für Jagd und Krieg, aber auch seltene Hochsee Kanus, die Kanus der Entdecker, mit denen das weite Land erkundet wurde, sind ausgestellt.
Es gibt aber auch Luxuskanus, wie das Kanu von 1904 mit Grammophon, das eher beschaulichen Zwecken einer Generation diente, die nicht ins Kanu stieg, um zu entdecken, sondern um sich zu vergnügen.

Dem Besucher werden die alltäglichen Ausrüstungsgegenstände mit denen einst die landhungrigen Pioniere in die Weiten des Nordens aufbrachen anschaulich präsentiert. Moderne Sportkanus für olympische Disziplinen, natürlich alles Made in Canada, vervollständigen die Sammlung.
So ist zum Beispiel das Wildwasser Kajak Model Obsession II, welches von der kanadischen Kajak Meisterin Monika Moisander-Gillespie gebaut und 1998 bei der Weltmeisterschaft in Deutschland benutzt wurde, oder das Kanu des olympischen Kanusportler John Wood das er bei seinem letzten internationalen Rennen bei den World Masters Games 1985 fuhr.
Natürlich darf auch Bill Mason ein Naturforscher und -schützer, Schriftsteller, Filmemacher und Naturmaler nicht fehlen. Er wird von Kanuten durch seine Lehrbücher und Filme hoch geschätzt.
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