Der Karakul ist ein Gebirgssee, der sich in einem 5 Millionen Jahre alten Einschlagkrater eines Meteors gebildet hat. Der See liegt 4020 m über dem Meeresspiegel und hat keinen Abfluss. Der Meteoritenkrater hat einen Durchmesser von über 50 km.

Der Anblick des türkisgrünen Sees, eingerahmt von den schneebedeckten Berggipfeln brennt sich förmlich in die Erinnerung ein. Wenn man aus der Richtung von Murghob kommt, befindet sich am Ortseingang auf der rechten Seite eine Kaserne, die ursprünglich aus Sowjetzeiten stammt, aber heute von der Tadschikischen Armee genutzt wir. Diese sollte man auf keinen Fall filmen oder fotografieren. Wird man dabei ertappt, kann das sehr unangenehme Folgen haben. Eine Wache vor dem Komplex beobachtet ständig die Touristen.

Wir beziehen ein Home-Stay, das einen recht guten Eindruck macht. Im Laufe der nächsten Stunden erreichen aber immer mehr Menschen das Quartier. Der Hof ähnelt mittlerweile einem Parkplatz. Für 30 Leute stehen dann 2 Toiletten (ohne Wasserspülung) und ein Waschraum mit einem Waschbecken und einem beheizbaren Wasserkessel zur Verfügung.

Daraufhin beschließen wir am nächsten Tag nach Kirgisistan weiter zu reisen. Wir rechnen, dass der Eigentümer mindestens $ 600.- in dieser einen Nacht einnimmt. Dafür könnte man auch eine ordentliche Toilette und eine Dusche bauen.

Wir nutzen die restliche Zeit des Tages zusammen mit Eithne Treanor für einen Rundgang durch den Ort. Man sieht relativ wenige Menschen im Freien. Das mag an den Temperaturen in dieser Höhenlage liegen. Wir haben morgens Nachtfrost, obwohl es der 14. August ist.

Wir erkennen eine kleine Moschee und weitere Home-Stays, die von Touristen genutzt werden.

Besonders freuen wir uns über kleine Kinder, die die Neugierde an die Tür treibt, um die fremden Menschen zu mustern.

Der Karakul hat einen relativ hohen Salzgehalt, so dass keine Fischerei betrieben werden kann. Am Ufer des Sees finden wir mehrere Knochen mit Hörnern von Schafen.
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Mehr InformationenEs ist uns nicht klar, ob dies die Reste einer Feierlichkeit sind, oder ob ein wildes Tier die Schafe gerissen hat.
Einen Vorteil haben die vielen Gäste: Am Abend findet man viele Gesprächspartner unter anderem von NGO’s oder anderen Hilfsorganisationen, die etwas über das Land erzählen können.
Bitte lesen Sie weiter > Interview mit einem Einheimischen in Karakul
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Soundtracks in Video:
- Earth, Love, Sea by gurdonark (c) copyright 2008
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http://dig.ccmixter.org/files/gurdonark/13243 Ft: ruggea - The Forest of Dreams by Bluemillenium (c) copyright 2011
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