Nach dem Besuch von Olynth fahren wir nach Kassandra. Wir überqueren den Kanal von Potidea, der das Land an der schmalsten Stelle von Kassandra durchtrennt und erreichen.
Nea Fokea
Wir machen einen kurzen Halt im Hafen von Nea Fokea. Er wird vom vermutlich 1407 errichteten byzantinischen Turm überragt. Er war die Zentrale der Revolution von Chalkidiki 1821, die von Emanuel Papas angeführt wurde.

Wir fahren weiter nach Afytos an der Nordostküste von Kassandra.
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Mehr InformationenAfytos
Afytos, oder auch Afitos geschrieben, gilt als eines der schönsten Dörfer auf Chalkidiki und befindet sich an der Nordostküste von Kassandra. Wir übernachten im Hotel Stamos.

Wir fahren zunächst zum Hafen und zum Strand. Am Strand blühen im September die Strandlilien. Die Blüten dieser Pflanze, die selbst unter kargen Bedingungen gedeihen, halten nur einen Tag.

Der oberhalb der Steilküste liegende Ortskern, war bereits 3000 v.Chr besiedelt. In der Antike war Afitos ein blühender Stadtstaat mit einer eigenen Münzprägung.
Der Ort wurde mehrmals zerstört. Das erste Mal 1307-1309 von Katalanischen Eindringlingen und zum letzten Mal 1821 während der griechischen Revolution gegen die Türken.

1995 startete Vasili Pavli, der damalige Präsidenten des Dorfes eine Initiative gegen den Einsatz von Beton in modernen Dörfern.
Die Bewohner verfolgten seine Idee eines traditionellen Dorfes und bauten die alten Steinhäuser mit Material aus den lokalen Steinbrüchen wieder auf.

Mittelpunkt des Ortes ist die die Kirche Agios Dimitrios, aus dem 19. Jahrhundert.

Am Abend besuchen wir den Ortkern mit seinen zahlreichen Tavernen, ein Anziehungspunkt für Touristen.

Am nächsten Morgen machen wir einen Ausflug in die zentral-makedonische Tiefebene. Erste Station ist Pella.
Pella
Pella war einst Hauptstadt des Königreiches Makedonien. Bedeutung erlangte es unter König Phillip II.
Hier wurde Alexander der Große geboren und von Aristoteles unterrichtet. Wesentliche Teile der Agora und des Palastes wurden freigelegt. Leider wurde uns das Filmen in der Anlage verboten.
Nächste Station ist Veria.
Veria

Veria liegt an den östlichen Ausläufern des Vermio-Gebirges am Rand eines Felsabbruchs von dem aus man einen herrlichen Ausblick auf die makedonische Tiefebene hat.
Schon im makedonischen Königreich spielte Veria eine bedeutende Rolle, aber erst in byzantinischer Zeit entwickelte es sich zu einem wichtigen Handelszentrum.

Über 50 byzantinische Kirchen zeugen davon. Im griechischen Unabhängigkeitskrieg konnte die Stadt nicht von den Widerstandsgruppen eingenommen werden. Erst 1912, im Verlaufe des 1. Balkankrieges, kam Veria zu Griechenland.

Nur wenige Kilometer weiter liegt Vergina.
Vergina
In Vergina sind noch die Reste des ehemaligen Königspalastes zu sehen, sofern das Gelände nicht wie bei unserem Besuch abgesperrt ist.
Doch unvergleichlich sind die Königsgräber. Unter einem künstlichen Tumulus sind vier Gräber verborgen, eines davon wahrscheinlich von Philipp II.

Die Grabbeigaben zeugen von höchster Handwerklicher Kunst. Die Gräber zählen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands.
Warum auch hier das Filmen verboten ist, entzieht sich unserer Kenntnis.
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