Am Ende von Krong Kampong Chhnang sahen wir das “Ship of Life in Cambodia” liegen. Es bringt ärztliche Versorgung in Gegenden, wo sich die Bevölkerung eine Fahrt zum weit entfernten Arzt nicht leisten kann. Es leistet somit einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Volksgesundheit. Allerdings verfolgt es auch ganz klar missionarische Ziele und versucht die Menschen zum Katholizismus zu bekehren. Dies finden wir etwas bedenklich.

Kurz danach weitet sich die Wasserfläche immer mehr aus, bis Wasser und Land kaum mehr zu unterscheiden sind. Wir haben den Tonle Sap See erreicht. Er ist ein einzigartiges Naturparadies.

Ab Juni setzt die Regenzeit ein, dann vergrößert sich bis September seine Fläche von 3000 km² auf 25000 km² und seine Tiefe steigt von 3 auf 14 m. In dieser Zeit drückt das Hochwasser des Mekong in den See und füllt diesen.

Wir passieren Fischer, die einsam auf dem See ihrem Gewerbe nachgehen ohne rundherum Land zu sehen. Ebenso sehen wir schwimmende Häuser, die an wenigen m² Erde festgemacht haben. Die Menschen leben ihr Leben lang auf dem offenen Wasser und betreten kaum festen Boden. Die Wasserfläche dehnt sich aus so weit das Auge reicht. Ein Unterschied zum Meer ist nicht erkennbar.

Die Tigerpython, eine der größten Schlangen der Welt, ist hier beheimatet. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass sich eines dieser Tiere einen trockenen Platz in einem Fischerboot gesucht hat

Am nördliche Ufer des Tonle Sap Sees mündet der Siem Reap Fluss in den See. Im Mündungsbereich hat sich eine schwimmende Stadt angesiedelt, doch unser Boot fährt unbeirrt weiter.
Hier sehen Sie das 4K UHD Video unserer Fahrt!!!
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Immer mehr Hütten tauchen am Ufer auf, bis wir nach ca. 3,5 km ein größeres Wasserbecken erreichen.

Auch ein Landungssteg ist in Sicht, doch das Boot legt mit dem Bug direkt am lehmigen Ufer an.

Sofort drängen jede Menge junger Männer an Board, die ihre Dienste als Träger anbieten. Nachdem das Gepäck im Heck des Bootes untergebracht wurde, ist es kaum möglich dieses ans Ufer zu bringen. Erst nach geraumer Zeit entspannt sich die Situation.

Unser gebuchtes Hotel hat ein Shuttle geschickt, das uns bequem in das ca. 9 km entfernte Zentrum von Siem Reap bringt.

Wir nähern uns dem Mittelpunkt der Hochkultur der Khmer und können es kaum erwarten diese Zeugnisse einer früheren Zivilisation zu erkunden.
Siehe auch >>> Mit dem Speedboot von Phnom Penh nach Siem Reap – Teil 1
Weiter >>> Magischer Sonnenaufgang in Angkor Wat – Siem Reap
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