Mont-Saint-Michel liegt auf einem ca. 100 m hohen Felsen mitten im Wattenmeer der Normandie.

Bei Ebbe könnte man sie trockenen Fußes erreichen, bei Flut bildet sie eine Insel. Die großartige Architektur des Klosters erscheint in unterschiedlichsten Facetten, je nach Sonnenstand und Wetter.
Das Licht- und Schattenspiel der vorbeiziehenden Wolken lassen sie in unterschiedlichsten Farben erscheinen und erzeugen völlig gegensätzliche Stimmungen.
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Mehr InformationenGeschichte
Aubert von Avranches errichtete ein Anfang des 8. Jahrhunderts ein erstes Heiligtum auf dem Felsen. Während der Wikingerangriffe wurde die Insel den Bretonen überlassen, die als Bollwerk an der Grenze zur Bretagne den Normannen standhielt, nachdem die Wikinger die Halbinsel Cotentin eingenommen hatten.
Eine erste Kirche wurde erbaut und die Insel festungsartig ausgebaut. 965 gründeten die Benediktiner das Kloster und der Ausbau der Anlage wurde massiv fortgesetzt.
Im Hundertjährigen Krieg zerstörte die Artillerie der Engländer zwar die Ortschaft, konnte die Insel aber nicht einnehmen. 1469 wählte der neu gegründete Ritterorden de Saint Michel die Abtei als Sitz. Die Abtei entwickelte sich zu einem bedeutenden Pilgerort.

Von 1790 bis 1969 verließen die Benediktiner das Kloster. Während der französischen Revolution wurde wurde die Abtei in ein Gefängnis umgewandelt und erhielt verhöhnender Weise den Namen Mont-Libre.
In den folgenden Jahrzehnten eignete es sich den Ruf als abscheulichstes Gefängnis Frankreichs an. Die Gebäude verfielen zunehmend. Erst mit Viktor Hugo setzte eine Gegenbewegung ein.
Das Gefängnis wurde geschlossen und der Mont -Saint-Michel wurde 1874 zum nationalen Denkmal (Monument historique) erklärt. Heute leben wieder Ordensleute der Gemeinschaft von Jerusalem im Kloster und Saint Michel hat sich zum Touristenmagneten entwickelt.
Gegenwart
Kurz vor unserem Besuch war die neuerbaute, vom österreichischen Architekt Dietmar Feichtinger entworfene Steg-Brücke für Fußgänger eröffnet worden.

Sie soll, nachdem der alte Damm abgetragen ist, die Insel wieder rundherum für die Gezeiten zugänglich machen und eine Verlandung der Insel verhindern. Die Gezeiten sind hier sehr mächtig, der Tidenhub beträgt bis 14m.
Da das Watt sehr flach ist ergeben sich dadurch sehr hohe Fließgeschwindigkeiten, die sich auch in unserem Video gut beobachten lassen.

Die Ortschaft am Fuß der Abtei hat sich voll dem Tourismus geöffnet.

Ein endloser Touristenstrom zieht durch die engen pittoresken Gassen. Nach einigen Treppen erreicht man die Abtei, während sich das weitläufige Umland dem Blick öffnet.

Von der Terrasse der Abtei lässt sich das Watt bestens beobachten, Die romanisch-gotische Abtei beeindruckt durch ihren massiven Unterbau auf dem sich die zum Himmel strebende gotische Kirche erhebt. Auch die Innenräume überraschen durch ihre Dimensionen.

Wir verlassen die Insel tief beeindruckt, nicht nur wegen ihrer phantastischen Architektur, sondern auch wegen ihrer perfekten Einbindung in die sie umgebende Natur.
Seit 1979 gehören Mont-Saint-Michel und die Bucht zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahr 1998 wurde es als Teil des Weltkulturerbes Jakobsweg in Frankreich aufgeführt.
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