Monti war der in der Antike am dichtesten besiedelte Stadtteil Roms. Wo sich heute majestätisch die Basilica di Santa Maria Maggiore erhebt war einst der Sklaven- und Hurenfriedhof.

Seit dem 19. Jahrhundert durchtrennt die Via Cavour das Viertel vom Bahnhof Termini bis zum Forum Romanum. Doch abseits dieser Einkauf- und Durchfahrtsstraße existiert noch das alte Monti, der kleinen Gewerbetreibenden, der Handwerker, der Restaurants und Bars.
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Mehr InformationenVia Urbana

Uns hat am besten die Via Urbana gefallen. Direkt neben unserem Hotel, dem Hotel I Dormienti gab es eine Reihe von Geschäften, bei denen sich bei näherem Hinsehen zeigte, dass im hinteren Teil des Gebäudes die Waren produziert wurden, die vorne verkauft wurden. Es sind nicht nur alteingesessene Betriebe, auch junge Leute mit innovativen Ideen siedeln sich hier an.
Grezzo Raw Chocolate
Ein gelungenes Beispiel hierfür ist Grezzo Raw Chocolate. Seit April 2014 wird hier die erste vegane Gluten-freie Schokolade in Europa vertrieben.

Die freundliche Betreiberin erläutert uns ihre Produkte.

Nur wenige Eingänge weiter finden wir das
Aromaticus

Das Aromaticus ist spezialisiert auf natürliche Aromastoffe, städtischen Anbau von Agrarprodukten, Sprossen, essbare Blumen, Salze und Öle.

Auf der anderen Straßenseite ist ein Obst- und Gemüseladen angesiedelt. Auf engstem Raum findet man fast alles, was auch in einer Markthalle zu finden ist.

Neben dem Restaurant La Vacca m’briaca (Restaurant zur betrunkenen Kuh), das wir uns noch genauer ansehen werden finden wir einen Schreinerbetrieb. Allabendlich diskutieren der Schreiner und seine Freunde den Tag und die allgemeine Lage.

Wir dürfen auch einen Blick in den Betrieb werfen.
Neben einem Fahrradgeschäft hat ein Künstler mit seiner Street Art die Fenster beklebt.

Überall fallen uns die schönen Dachterassen auf. Den Monti ist kein armer Stadtteil. Die Preise für Eigentumswohnungen sind exorbitant hoch. Für 80 m² Wohnfläche sind ca. € 500.000.- zu bezahlen. So wohnen in Monti viele Gutverdiener, aber auch Ausländer investieren in ein Objekt. Wer keine bezahlbare Wohnung findet ist gezwungen in die Randbereiche Roms auszuweichen.
Mario Miccinilli (Cuoio & Pellami)
Der Schuhmacher Mario Miccinilli erzählt uns, dass sein Vater bereits 1954 den Betrieb gründete, der heute auch Leder Accessoires anbietet.

Wir sehen ihm bei der Arbeit zu, während er ein wenig über das Viertel erzählt.
Piazza Della Madonna dei Monti
Wir streifen ein wenig durch die Nebenstraßen, bis wir am Piazza della Madonna dei Monti vorbeikommen.

Er ist traditioneller Treffpunkt der Studenten am Abend.
Bitte lesen Sie weiter > Monti am Abend
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