Der Prado
Kaum eine europäische Hauptstadt kann mit so vielen Gemäldegalerien und Kunstsammlungen aufwarten wie Madrid. Der Prado ist zweifellos das Bekannteste und zählt zu den Bedeutendsten der Welt.

Doch daneben gibt es das Museo Reina Sofia und das Thyssen-Bornemisza, um nur die Wichtigsten zu erwähnen.
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Mehr InformationenDas Museum beherbergt ca. 3000 Gemälde und 700 Skulpturen. Daneben gibt es Zeichnungen, Drucke, Münzen und zahlreiche weitere Kunstgegenstände. Die Gemäldesammlung umfasst Werke von Tizian, Velázques, Goya, Barocci, Bosch, Dürer, Pieter Bruegel der Ältere, Rubens, Botticelli, van Eyck, Rembrandt und viele andere.

Zum Zeitpunkt unseres Besuchs waren zwei temporäre Ausstellungen mit Werken von Rogier van der Weyden und Picasso zu sehen.

Leider war Filmen nicht gestattet. Nur im obersten Stockwerk durften wir einige kurze Einstellungen machen. Hier war der Kreuzgang des benachbarten Klosters San Jerónimo el Real wieder aufgebaut worden, nachdem er bereits von den Truppen Napoleons schwer beschädigt worden ist.

Dazwischen wurden Statuen von Isabella von Portugal und ihrem Sohn Philipp II. aufgestellt. Von hier aus kann man auch einen kleinen Blick auf die Arbeit der Restauratoren werfen, die ihren Arbeitsplatz im obersten Geschoss haben.
Palacio Real
Nach so viel Kunst beschließen wir gleich danach den Palacio Real, das königliche Schloss zu besuchen.

Nach dem Betreten des Schlosses kommt man auf den riesigen Ehrenhof, der im Norden vom Schloss, im Westen durch die darunterliegende Casa de Campo, das ehemalige königliche Jagdrevier, und im Süden durch die Catedral de la Almudena begrenzt ist.

Durch die Puerta del Principe, das Prinzentor betritt man den Innenhof und die Eingangshalle. Schon im prunkvoll ausgestatteten Treppenhaus wird man vom König in Cäsarenpose mit Lorbeerkranz empfangen.

Erfreut filmen zu dürfen, wie im königlichen Schloss in Brüssel, eilten wir in den ersten Stock. Doch hier war die Freude schon zu Ende. Große Verbotsschilder und jede Menge Wächter ließen uns unser filmischen Ambitionen rasch vergessen.
Das Schloss war mit über 2000 Räumen und Sälen eines der größten Schlösser seiner Zeit. Der Prunk im Inneren und der Reichtum den es ausstrahlt kann lediglich als dekadent bezeichnet werden. Die Bauherren, die Bourbonen Philipp V und Karl III nahmen sich wohl Ludwig XIV, den Sonnenkönig, als Vorbild. Und das in einer Zeit, als Spanien schon im Niedergang begriffen war, da die Einnahmen aus den Übersee-Kolonien versiegten.
Heute wird das Schloss nur noch für Repräsentationszwecke benutzt. Die übrige Zeit sind Teile des Schlosses als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich.
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