Saalfelden ist eine Stadt, die stark von Schulen geprägt ist. Eine davon ist das Bundesgymnasium und Sportrealgymnasium HIB Saalfelden. Es befindet sich unterhalb der malerischen Kulisse von Schloss Lichtenberg und der Einsiedelei am Palfen, am Fuße des Steinernen Meeres.

Ich besuchte das Internat von 1964 bis 1968. Der Kurzurlaub im Pinzgau ist eine gute Gelegenheit, das Gymnasium wieder einmal zu besichtigen. Ich habe diesen Ort seit 57 Jahren nicht mehr gesehen. Damals war dies ein neusprachliches Gymnasium für Knaben.

Seit 2002 ist es in drei Teile unterteilt und unterrichtet mehr als 800 Schüler. Es gibt ein Gymnasium mit Schwerpunkt Sprachen, ein Realgymnasium mit Schwerpunkt Sport und ein fünfjähriges Skigymnasium für Ski alpin, Freestyle, Sprunglauf, Langlauf, nordische Kombination und Biathlon.
Das Gymnasium und das Internat stehen inzwischen sowohl Jungen als auch Mädchen offen. Mittlerweile hat sie viele berühmte Sportlerinnen und Sportler hervorgebracht, darunter Romed Baumann, Stefan Babinsky, Thomas Dreßen, Ricarda Haaser, Florian Dagn, Lisa Hauser, Patrik Koller, Mario Seidl, Marco Wörgötter, Stefan Rettenegger, Valentina Höller und viele weitere.

Aber nicht nur Sportler, sondern auch Unternehmer, Politiker, Journalisten, Wissenschaftler etc. Damit ist die HIB Saalfelden nach Stamms in Tirol das zweitwichtigste Gymnasium für Wintersport in Österreich geworden.
Besonders erwähnenswert ist Matěj Švancer. Der gebürtige Tscheche kam im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern nach Kaprun. Er ist ein sehr erfolgreicher Freestyler in den Disziplinen Big Air und Park & Pipe.
Ein bekanntes Video von ihm wurde auf dem Gelände der HIB gedreht und ist auf YouTube zu sehen. „Freestyle Skiing Through a School“
Viele weitere Videos finden sich auf YouTube unter dem Suchbegriff „HIB Saalfelden”.
Prof. Mag. Thomas Wieser, der freundliche Erziehungsleiter und Präsident des Tanzsportclubs TSC-HIB Saalfelden, hat uns nach unserer Anfrage, ob wir filmen dürfen, angeboten, uns etwas herumzuführen.

Dabei erfahren wir, dass das ehemalige Hallenbad nicht mehr existiert, dafür wurden jedoch einige Sport- und Trainingshallen errichtet. Wir bekamen den Saal des Tanzsportclubs sowie eine neue Sporthalle zu sehen, die bei Bedarf in drei verschiedene Hallen unterteilt werden kann. An einer Wand befinden sich mehrere Kletterwände.

Zum HIB gehören auch ein Tennisplatz, ein Langlaufzentrum, das Felix-Gottwald-Ski-Jumping-Stadium und ein eigener Sportplatz. Dort können wir sehen, mit wie viel Eifer und Vergnügen die Schüler zum Sport kommen. Außerdem stehen eine Reihe weiterer Trainingsgelände auf dem Kitzsteinhorn, in Saalbach-Hinterglemm und in Leogang zur Verfügung.
Wir machen uns wieder auf den Weg, da wir noch den Ritzensee besuchen möchten. Dabei passieren wir die serbisch-orthodoxe Kirche, die von manchen auch als die „Perle von Saalfelden” bezeichnet wird.

Im Zentrum passieren wir die Mittelschule und das Rathaus. In Saalfelden gibt es auch die 1972 gegründete HTL.

Bei passendem Wetter hat man vom Zentrum aus eine gute Aussicht auf den Sommerstein, das Riemannhaus und die Peter-Wiechenthaler-Hütte.

Der Ritzensee empfängt uns mit seiner entspannten Atmosphäre. Unser Interesse gilt aber primär dem
Museum Schloss Ritzen

Das Museum beherbergt seit 1968 eine der größten Krippensammlungen Österreichs. Die meisten Krippen stammen vom weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten Saalfeldner Krippenbauer Xandi Schläffer.

Daneben bietet das Museum einen guten Überblick über die Geschichte, Kultur und das Brauchtum der Region. Der geschichtliche Überblick reicht mit vielen Fundstücken bis in die Zeit der Kelten und Römer, sogar bis in die Kupferzeit zurück.
Auch Mineralien geben Auskunft über die Geologie der Region. In wechselnden Sonderausstellungen werden beispielsweise Bilder und Malereien bekannter Künstler und Künstlerinnen gezeigt.
Besonders bemerkenswert beim Brauchtum sind die Tresterer, da diese hauptsächlich im Pinzgau auftreten. Die Kostüme unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. So hat auch Saalfelden seine eigene Tresterer-Gruppe, die vor allem am 5. und 6. Januar auftritt und von Hof zu Hof zieht.

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