Wir machen uns wieder zu einen Stadtspaziergang durch Toledo auf. Doch dieses Mal wollen wir Toledo etwas gründlicher erkunden.
Wir gehen durch die Puerta de Bisagra, die eigentlich aus einem Doppeltor mit einem Innenhof besteht. An der Vorderseite prangt ein großes Wappen der Habsburger und im Innenhof steht eine Statue von König Carlos V.
Danach entscheiden wir uns den Bus bis zum Plaza de Zocodover zu nehmen, wo wir uns aber nicht lange aufhalten. Durch die Travesia Barrio Rey kommen wir zum Plaza Magdalena mit der Iglesia de la Magdalena.

Von hieraus erreichen wir die Calle Tornerias und gehen weiter zum Teatro de Rojas. Auf dem Platz davor befindet sich ein nettes kleines Restaurant mit Tischen unter den grünen Bäumen. Wir umrunden den nächsten Häuserblock und befinden uns am Plaza Cuatro Calles.
Wie der Name schon sagt, kommen hier einige wichtige Straßen zusammen und man befindet sich im Zentrum der Geschäftigkeit. Wir nehmen die Atmosphäre der mittelalterlichen Kulissen und brodelnden Menschenmengen aus einkaufenden Einheimischen und internationalen Touristen in uns auf.
Direkt hinter der Kathedrale in der Calle Hombre de Palo entdecken wir ein Restaurant, in dem die Stierkampf-Tradition noch geehrt wird. Ein großer präparierter Stierkopf an der Wand ist eingerahmt von vielen Bildern mit Szenen aus Stierkämpfen und berühmter Toreros.

In der Calle Arco de Palacio treffen wir auf Ana Alcaide die hier die Passanten mit ihrem Spiel auf mittelalterlichen Instrumenten erfreut.
Sie erlaubt uns ihre Musik in unseren Videos zu verwenden. Hierfür gebührt ihr unser inniger Dank!

Auf dem Rückweg durch die Calle Comercia, die Haupteinkaufstraße Toledos, zum Plaza de Zocodover versuchen wir uns mehr den Artikeln in den Geschäften zu widmen.

Neben Marzipan und Damenfächer sind hier vor allem Waffengeschäfte mit Rüstungen, Schwertern und Messern zu finden.
Toledo ist seit etwa 500 v Chr. ein traditionelles Stahlwerkszentrum. Hannibal benutzte die Schwerter aus Toledo in den Punischen Kriegen. Bald wurde Rom darauf aufmerksam und stattete die Legionen mit Waffen aus Toledo aus.
Der Toledo-Stahl war als ungewöhnlich hart bekannt, während der Damaszener-Stahl für eine spezielle Metall-Verarbeitungstechnik berühmt wurde.
Auch Kaiser Karl V. lies seine Schwerter in Toledo herstellen. Wen wundert es, dass diese Handwerkstradition bis heute fortgeführt wird.

Doch es gibt noch etwas anderes, was hier häufig angeboten wird: der fantastisch schmeckende Jamon (Schinken) Iberico von dunkelhäutigen spanischen Schweinen, der natürlich großen Zuspruch erfährt.

An der Plaza de Zocodover besichtigen wir diesmal den Arco de la Sangre, das Tor, das ursprünglich der einzige Zugang zu Toledo war. Im Innenhof ist eine Statue von Spaniens Nationaldichter Miguel de Cervantes aufgestellt. Bei einem Schreiber in mittelalterlicher Kleidung kann man sich Schilder erstellen lassen.
Zurück am Platz beobachten wir ein Formation von Soldaten in historischer Uniform. Wir vermuten, dass es sich dabei um Uniformen königlicher Truppen zum Anfang des 19 Jahrhunderts handelt. Begleitet werden sie von Soldaten der MP (policía militar).

Nun wollen wir eine alte Moschee, die Mezquita de las Tornerías in der Calle Tornerias besuchen. Es ist eine maurische Moschee aus dem 11. Jahrhundert. Sie hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Heute beherbergt sie die „Center Foundation of Promotion of the Crafts“. Leider stehen wir vor verschlossenen Türen, so dass wir das Gebäude nicht von innen besichtigen können.
Daraufhin beschließen wir mit dem Bus Toledo von außerhalb zu besichtigen. Der Hop-on Hop-off Bus startet direkt beim Alcazar. Wir sind froh eine Weile sitzen zu können.
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Mehr InformationenDie Fahrt führt um den Alcazar von Toledo herum und den Berg hinab zur Puerta de Bisagra. Von dort aus geht es über den Fluß Tajo zum Bahnhof. Da wir das Gebäude bereits kennen fahren wir weiter . Es geht zurück Richtung Stadt, um dann auf der Puerta de Alcantara den Tajo ein weiteres Mal zu überqueren.
Links auf dem Berg liegt die Infanterie Akademie von Toledo. Auf der rechten Seite am anderen Ufer des Tajo erhebt sich der Berg mit dem Alcazar als Abschluß. Der Tajo ist in ein tiefes Tal eingeschnitten.
In einer großen Schleife umrundet der Bus einen Hügel, während es steil bergauf geht. Dann ist das Hochplateau erreicht. Von hier aus hat man den schönsten Panoramablick auf Toledo.

Wir genießen den Anblick und können uns kaum sattsehen.
Nun geht es wieder bergab bis zur Puente de San Martin, wo wir den Bus verlassen.

Bitte lesen Sie weiter > Toledo – Stadtrundgang und Bustour – Teil 2
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