Unter den Brücken von Stockholm, schwedisch: Under Stockholms Broar, das ist die Bezeichnung einer der vielen Sightseeing Touren mit dem Boot in und um Stockholm.
Startpunkt der Tour ist am Strökajen im Abschnitt unmittelbar neben der Strömbron Brücke. Etwas weiter östlich geht der Strömkajen auch am Grand Hotel, einem der Wahrzeichen Stockholms vorbei.
Hier fanden von 1901 – 1929 im Spiegelsaal die Nobel-Banketts statt. Nachdem die Veranstaltung zu groß wurde, verlegte man das Nobel-Bankett ins Rathaus, wo es bis heute stattfinden. Jedoch nächtigen die Preisträger mit ihren Familien immer noch im Grand Hotel.

Eine kleine Episode am Rande: Das Grand Hotel war auch das erste Hotel Stockholms, bei dem auch die Bettwäsche gewechselt wurde, wenn die Gäste wechselten.
Das angrenzende Gebäude mit dem Zeichen des königlichen Automobilclubs KAK auf dem Dach ist der sogenannte Bolinderska palatset. Es wurde von 1874 bis 1877 im Auftrag des Stockholmer Industriellen Jean Bolinder erbaut. Heute ist es Teil des Grand Hotels.
Wir haben einen sonnigen Mittwoch im Juli für unsere Bootstour gewählt. Blauer Himmel und Sonnenschein zeigen das Panorama der Stadt von seiner schönsten Seite.
Nach dem Ablegen umrundet das Boot die Halbinsel Blasieholmen und macht nochmals einen kurzen Stop bei Nybroplan, um weitere Fahrgäste aufzunehmen.
Danach verlässt das Boot den inneren Hafen zwischen der Museumsinsel Skeppsholmen und der Insel Djurgarden. Djurgarden, zu deutsch Tiergarten, ist der einzige Nationalpark der Welt der innerhalb einer Stadt liegt. Dabei passieren wir auch das sehenswerte Vasa-Museum.

Weiter geht es zur Insel Södermalm. Auf Södermalm wurden eine Reihe von Szenen in Stieg Larssons „Millennium-Trilogie“ gedreht.

Wir umrunden die Pier der Viking Line und biegen in den Danvikskanalen ein. Danach durchqueren wir die Danviksbro, eine Hebebrücke, die auch Segelschiffen mit hohem Mast die Durchfahrt erlaubt.
Eigentlich sind es 2 Brücken, eine für die Bahn und eine für den Autoverkehr.

Anschließend passieren wir den modernen Stadtteil Södra Hammarbyhamnen.
Bei der Neugestaltung des ehemalige Hafen- und Industriegebietes legte man großen Wert auf Nachhaltigkeit. Eine eigene Biogasanlage und Solarkollektoren auf den Dächern erzeugen eigenen Strom.

Für den Individualverkehr wurden Fahrpools gegründet. Das macht den Besitz eines eigenen Autos überflüssig.
Viele Wohnungen liegen am Wasser, was aber dazu führt, dass es viele Bootsbesitzer in diesem Stadtteil gibt, deshalb ist die Ökobilanz nicht ganz so schön, wie es eigentlich gewünscht war.
Direkt danach passieren wir die Schleuse, die die baltische See und den Mälaren See verbindet.
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Mehr InformationenObwohl es ein normaler Werktag ist wundern wir uns über die vielen Badegäste an den Ufern. Es scheint so zu sein, dass die Skandinavier jeden schönen Tag optimal nutzen müssen.

Das Boot umrundet die Insel Södermalm und wir nähern uns von Westen dem Stadthuset.
So sehen wir das Zentrum Stockholms und damit die meisten Sehenswürdigkeiten auch von der andern Perspektive.

Auf dem gleichen Weg geht es wieder zurück zur Anlegestelle am Strömkajen.
Die Rundfahrt unter den Brücken von Stockholm hat sich auf jeden Fall gelohnt.
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