Nördlich von Maishofen liegt Saalfelden. Mit über 17.000 Einwohnern ist es die drittgrößte Stadt des Bundeslandes Salzburg. Der wichtigste Fluss ist die Saalach, die sich in nördlicher Richtung zwischen dem Steinernen Meer und den Leoganger Steinbergen fortsetzt. Aus östlicher Richtung kommt die Urslau und mündet in die Saalach.

Wir folgen dem Bachlauf der Urslau bis Hintertal. Zuvor besuchen wir jedoch das Ortszentrum von Maria Alm mit seiner beeindruckenden Kirche. Die denkmalgeschützte Wallfahrtskirche besitzt mit 83 Metern den höchsten Kirchturm der Erzdiözese Salzburg.


Der gesamte Pinzgau war selten frei von Konflikten. Mehrfach verschoben sich die Grenzen zwischen Bayern und Österreich, aber auch die Machtverhältnisse zwischen Katholiken und Protestanten wechselten. Auch die Napoleonischen Kriege sorgten für eine Vielzahl von Konflikten. Heute ist die Region durch Skigebiete verbunden.

Doch auch die Möglichkeiten für Sommersport und Wandern gewinnen zunehmend an Bedeutung. In Hinterthal befindet sich eine Markierung, die die Schneehöhe vom 1. Mai 1817 zeigt. Sie liegt knapp unter der Dachkante der Kirche.
Über die Hochkönigstraße erreichen wir Dienten, das wie Leogang und Maria Alm einst ein Bergwerksort war. Sehenswert ist der Anblick der katholischen Pfarrkirche auf einem Hügel mit dem Hochkönig im Hintergrund.
(Siehe Video von 2006 Vom Hochkönig zum Steinernen Meer ) Dienten hat knapp über 700 Einwohner und über 1.700 Gästebetten.

Durch das enge Tal des Dientenbaches, der in die Salzach mündet, gelangen wir nach Taxenbach. Von dort aus zweigt das Rauristal in Richtung Süden ab. Das Tal war schon sehr früh Ausgangspunkt für die Alpenüberquerung. Die ersten Funde gehen auf die Zeit um 1300 v. Chr. zurück. Die Route führte hinauf zum Hochtor und von dort weiter nach Heiligenblut.

Der Alpenübergang war für den Handel von großer Bedeutung, da er hier ganzjährig möglich war. Lange Zeit wurde im Tal erfolgreich Goldbergbau betrieben. Vermutlich bereits zur Kelten- und Römerzeit. In der Hochblütezeit im 15. und 16. Jahrhundert n. Chr. wurden in 450 Zechen ca. 10 % der weltweiten Goldproduktion gefördert. Noch immer werden etwa 120 Tonnen Gold im Berg vermutet, doch heute wird nur noch Marmor und Quarzit gebrochen.
Rauris ist im Sommer Ausgangspunkt für herrliche Wanderwege und im Winter für Skigebiete. Wir fahren mit der Hochalmbahn zur Bergstation, in deren Nähe ein idyllischer Bergsee zum Entspannen einlädt. Bei der Mittelstation der Hochalmbahn befindet sich ein Goldwaschplatz, wo jeder sein Glück versuchen kann.

Anschließend kehren wir nach Maishofen zurück und erleben einen amüsanten und interessanten Abend mit dem Künstler Hubert von „G“ (Hubert Wörister) alias Hubert von Glemmtal.

Leider kämpfte er bei unserem Besuch mit einer Grippeinfektion, sodass seine Stimme etwas darunter litt. Dies tat seinem künstlerischen Talent jedoch keinen Abbruch.
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