Nach unserem Kurzbesuch in Cartagena wollen wir entlang der Küste in Richtung Alicante fahren.
Das erste Hindernis auf unserem Weg ist La Manga del Mar Menor. La Manga ist eine Landzunge, die das Mar Menor vom Mittelmeer trennt. Lediglich 4 natürliche Kanäle verbinden das Mar Menor mit dem Mittelmeer und sorgen für einen Austausch des Wassers. Damit ist das Mar Menor das größte salzhaltige Binnengewässer in Europa.

Die Landzunge La Manga ist 22 km lang und zwischen 100 bis 1200 m breit. Sie wurde zu einem Erholungs- und Urlaubsgebiet ausgebaut. 320 Sonnentage im Jahr locken tausende Urlauber an. Die Mehrzahl kommt in den Monaten von Juni bis September. Zahlreiche Wassersportarten werden angeboten.

Den Rest des Jahres ähneln die dicht bebauten Hotellandschaften eher Geisterstädten, obwohl sich auch Touristen in den Wintermonaten hier erholen. Auch Restaurants und Supermärkte haben ganzjährig geöffnet, sodass niemand hungern muss.
Das Mar Menor ist 24 km lang. Und max. 7 m tief. Aufgrund des hohen Salzgehalts hat sich eine einzigartige Tierwelt und Fauna etabliert. Unter anderem gibt es hier Flamingos zu sehen. Die Vereinten Nationen erklärten die Lagune zum Besonderen Schutzgebiet von mediterraner Bedeutung.

Bevor wir die Landzunge entlang fahren, biegen wir am Anfang links ab und besuchen den Cabo de Palos. Der Leuchtturm steht auf einem kleinen Hügel und ist umgeben von einer herrlichen Küstenlandschaft. Sie lädt zum Spazieren und Wandern ein, aber natürlich auch zum Sonnen und Baden.

Nach ca. 14 km überqueren wir einen der natürlichen Kanäle auf einer Brücke und biegen anschließend wieder rechts ab zum Leuchturm Faro del Estacio.

Auf der Seite zum Mar Menor ist hier ein Sporthafen zu finden. Wir halten uns nicht lange auf und fahren weiter Richtung Norden. Die Ansammlungen von Hochhäuser sind öfter unterbrochen von Bungalowsiedlungen, sodass die Häuser nicht so erdrückend wirken.

Nach weiteren 5 km überqueren wir eine weitere Brücke und stehen vor dem breitesten Kanal zwischen Mar Menor und dem Mittelmeer. Die Fläche ist von einer Vielzahl kleiner Inseln unterbrochen.

Da es kein Weiterkommen gibt kehren wir um und umrunden das Mar Menor im Westen.
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Mehr InformationenWir passieren Los Belones, Los Beatos, Bahia Bella, Los Alcazares, San Javier nach San Pedro del Pinatar. Von hier stammte dieses Jahr die Sardine in Murcia für das Festival Entierro de la Sardina. Doch wieder mangelt es uns an Zeit und so fahren wir weiter nach Torrevieja.

Torrevieja entwickelte sich innerhalb von 30 Jahren von einem ort mit 11.000 Einwohnern zu einer Großstadt mit über 100.000 Einwohnern. Davon sind über 57.000 Ausländer. Der Boom ist hauptsächlich dem Tourismus zu verdanken, aber es gibt hier noch weitere Besonderheiten.
Der Naturpark Lagunas de la Mata-Torrevieja im Landesinneren hat Wanderwege und 2 Salzseen, von denen einer pink ist und der andere grün. Die Lagunen beherbergen seltene Wasservögel, wie z.B. die Korallenmöwe. Außerdem bilden sie die Basis für die Salzgewinnung, die überall zu sehen ist.

Durch die Salzlagunen hat sich hier auch ein Salzklima gebildet. Es gilt als das Gesündeste Klima in Europa. Deshalb gibt es hier auch viele Behandlungsmöglichkeiten für Rheuma-, Herz- und Asthmakranke.
Nicht zuletzt ziehen die herrlichen Strände und Felsbuchten viele Touristen hierher. 2009 wurde der Parque Aromático auf 70.000 m² eröffnet. Das Dufterlebnis aus Lavendel, Rosmarin,Thymian, Jasmin , Salbei und anderen läßt einen Spaziergang zu einer Aromatherapie werden.
Jährlich findet hier die Habanera statt, ein Festival an dem Chöre aus aller Welt teilnehmen.

Einen kurzen Besuch am pinkfarbenen Salzsee lassen wir uns nicht nehmen. Gerne hätten wir einen ausgiebigen Spaziergang unternommen.
Weiter führt uns unsere Tour nach Santa Pola. Doch vorher passieren wir hier zwischen La Marina und Santa Pola wieder viele kleine Salzseen, die nach Biotopen aussehen.
Kurz vor Santa Pola sehen wir einen Osborne-Stier. Man findet diese 14 m hohen Symbole an verschiedenen Stellen in Spanien. Sie waren ursprünglich als Werbung für den Brandy Veterano der Osborne-Gruppe gedacht.

Mehr und mehr entdeckten Künstler diese spanischen Symbole um sie mit bekannten Kunstwerken zu verzieren. Der Osborne-Stier von Santa Pola wurde vom Künstler Sam3 mit einem der bekanntesten Werke von Pablo Picasso, Guernica (Zerstörung der spanischen Stadt Guernica im Bürgerkrieg durch einen Luftangriff) geschmückt.

Aus der Ferne können wir die auch die bekannten Kitesurfer am Strand sehen, bevor die Salzgewinnungsanlagen und Salzberge den Blick verbauen.
Nun schwenken wir wieder nach Westen und fahren auf direktem Weg zurück nach Murcia.
Bitte lesen Sie weiter > Ein Tagesausflug nach Valencia
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