Toledo ist die Hauptstadt der spanischen Provinz Toledo und der autonomen Region Kastilien-La Mancha. Zusammen mit Segovia und Avila gehört sie zu den drei historischen Königsstädten rund um Madrid.
Geschichtliches
Von 1087 bis 1561 war Toledo Residenz des Königreiches Kastilien und Hauptstadt von Spanien. Die Stadt erlebte ihre größte Blüte unter Karl V. (Carlos I.), der 1516 König von Spanien und 1519 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wurde.
Nie zuvor hat ein Herrscher über ein so großes Gebiet geherrscht. Es umfasste weite Teile Europas und reichte zu den Kolonien in Amerika und den Philippinen. Die Silber und Goldladungen bescherten dem Kaiser riesige Kapitalzuflüsse, doch reichten diese nicht aus, seine Kriege zu finanzieren.

Im Reich setzte die Protestantische Bewegung ein und die Reichsstände begehrten auf. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Kaiser und Papst. Aufstände in Toledo und Valencia mussten niedergeschlagen werden, um die eigene Machtbasis zu erhalten.
Eigentliches Problem war aber König Franz I von Frankreich, der gerne selbst Kaiser geworden wäre. Er verbündete sich mit den Osmanen und hätte beinahe das Kaiserreich zu Fall gebracht, als die Osmanen vor Wien standen. Ein Friede kam erst nach Karls Tod zustande.
In der Regierungszeit von Karl entstanden bereits Pläne für den Alcazar von Toledo. Dieser dominiert die gesamte Oberstadt.
Toledo heute

Toledo liegt auf einem ca. 100 m hohen Berg, der an drei Seiten vom Fluss Tajo eingerahmt wird. Der Fluss hat sich tief in die Felsen der Hochebene Südmeseta eingeschnitten und war ursprünglich nur von zwei Brücken überspannt, der Puerta de Alcantara im Osten und der Puente de San Martin im Westen.
Nach Norden hin fällt der Berg steil ab und ist durch Wehrmauern befestigt. Hauptzugang zur Stadt ist die Puerta de Bisagra, direkt neben unserem Hotel, El Hostal Puerta Bisagra.

Nach unserer Ankunft gehen wir die Calle Real del Arrabal den Berg hinauf und passieren ein weiteres Stadttor die Puerta del Sol.

Danach folgen wir der Calle Gerardo Lobo bis zum Kongresszentrum von Toledo. Von hier aus hat man einen schönen Panoramablick über die nördliche Ebene.

Die Calle Armas führt uns direkt zur Plaza de Zocodover, den belebtesten Platz der Stadt. Er war schon immer das Zentrum des sozialen Lebens, als Pferdemarkt, als Stierkampfarena oder für Feierlichkeiten.
Er war auch Tagungsort der Inquisition und Schauplatz bei Hinrichtungen.
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Mehr InformationenHeute dient er mit seinen vielen Restaurants als Treffpunkt und Rastplatz für Touristen. Wir sind beeindruckt von den schönen Fassaden der Herrschaftshäuser und dem Arco de la Sangre (Tor des Blutes), der ursprünglich schon während der Römerzeit den einzigen Zugang zur Stadt ermöglichte.
Die Aufbauten stammen aus der arabischen Zeit, die den Plaza de Zocodover als Viehmarkt nutzten und den Zugang „Bab-al-Yah“ (Tor der Pferde) nannten.

Die Cuesta Carlos V führt uns direkt zum Alcazar. Wenn man unmittelbar davor steht ist er in seinen Dimensionen kaum fassbar.

Durch beeindruckend schmale Gassen gelangen wir zum Teatro de Rojas und weiter zum Plaza del Ayuntamjento. Dieser wird beherrscht von der Catedral de Santa Maria von Toledo.

Gegenüber ist das Rathaus und an der südlichen Seite der Justizpalast. Vor dem Rathaus hat ein Künstler ein Becken mit Wasser gebaut, das periodisch ab- und wieder zufließt. Am Boden ist organisches Material in Metall nachgebildet.

Es ist bereits dunkel, als wir zur Plaza de Zocodover zurückkehren.

Von dort aus gehen wir zurück in Richtung Hotel. An der Puerta de Bisagra lassen wir den Abend ausklingen und genießen die illuminierte mittelalterliche Welt.

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