Der Botanische Garten in Khorog liegt erhöht über der Stadt an einem Bergrücken. Unter Fachpublikum genießt der Botanische Garten einen hervorragenden Ruf. Es ist der zweithöchste botanische Garten der Welt.

Von hier aus hat man eine wunderschönen Ausblick auf die Stadt. 2012 kam es in der Stadt zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Oppositionellen. Auslöser war die Ermordung eines Geheimdienstgenerals. Scharfschützen belegten die Stadt von den umliegenden Hängen mit Gewehrfeuer. Hintergrund der Unruhen waren vermutlich die Versuche die Kontrolle über illegale Grenzgeschäfte zu erlangen. Ruhe kehrte erst mit dem Besuch des Präsidenten Emomalij Rahmon ein.

Zu diesem Zweck wurde am Botanischen Garten eine herrliche Villa mit eigenem Personalhaus errichtet, sowie im Tal ein großes Gebäude mit goldener Kuppel, das als Restaurant diente. Alle diese Gebäude wurden nur einmal benutzt und stehen seither leer. Angeblich gibt es im Land hunderte solcher Gebäude, was von uns aber nicht überprüft werden kann.

er Garten mag eine große Vielfalt an Pflanzen beherbergen, dazwischen sind einzelne Pavillons errichtet worden. Ansonsten macht er aber doch einen etwas ungepflegten Eindruck. Eine ältere Frau, die sogar etwas Englisch sprach erzählt uns, dass sie hierher kommt um Kastanien zu sammeln.

Am Eingang genießen wir nochmals den Ausblick auf die Stadt. Auf der gegenüber liegenden Talseite fällt uns ein großer gelb-roter Komplex auf. Es ist die Aga Khan Universität und das Aga Khan Universitätskrankenhaus. Die Universität ist Teil der Universität von Zentralasien.
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Mehr InformationenDie Universität von Zentralasien, UCA wurde im Jahre 2000 von den Präsidenten Kirgisistans, Tadschikistans und Kasachstans zusammen mit seiner Hoheit Aga Khan als private, nicht gewinnbringende Universität gegründet. Alle Standorte liegen entlang der historischen Seidenstraße, in Naryn Kirgisitan, Khorog Tadschikistan und Tekeli Kasachstan.

Eine Reihe von Aga Khan Institutionen sind in Khorog aktiv. So ist die Aga Khan Bank die einzige Bank, die noch normalen Geschäftsbetrieb hat. Ein ältere Herr erzählt uns, dass seit drei Monaten praktisch alle übrigen Banken den Geschäftsbetrieb eingestellt hätten und kein Geld mehr auszahlen. Auf die Frage, wie dann das normale Geschäftsleben funktioniert antwortet er: „Wer kein Geld hat, braucht auch keine Bank“. Bei diesen Worten lacht er.

Wir fahren zu einem zweiten Aussichtspunkt auf die Stadt. Hier kommt uns ein fröhlicher Hochzeitskonvoi entgegen. Von oben hat man einen guten Ausblick auf einen großen im Bau des Ismaili Jamatkhana and Centre. Neben der 900 m² großen Gebetshalle für 1500 Personen, sind unter anderem Klassenzimmer, Büros, und eine 400 m² große Social Hall für 800 Personen in Bau.
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