Nach einem Tag Pause in Khorog machen wir uns wieder auf den Weg. Es geht weiter in den Süden. Unser Tagesziel liegt in Yamg im Wakhan Valley. Aber zunächst geht es von Khorog nach Eshkashem.

Das Tal des Pandsch ist noch immer sehr schmal und das Wasser hat eine hohe Strömungsgeschwindigkeit. Ungefähr 30 km südlich von Khorog verengt sich das Tal dramatisch und schäumend tobt das Wasser durch eine Engstelle. Vereinzelt behaupten sich riesige Felsbrocken mitten in der Gischt. Wir lassen das Schauspiel eine Zeitlang auf uns wirken, bevor wir weiterfahren.
Auf unseren Wunsch besuchen wir die heißen Quellen in einem kleinen Seitental. Das Wasser sprudelt hier direkt aus dem Fels und hat wunderschöne Ablagerungen gestaltet. Wir wollen die Wasserbecken filmen, doch daraus wird nichts.

Nebenan wurde eine moderne Klinik für Hautkrankheiten errichtet. Ein moderner Hotelbau steht für Übernachtungen zur Verfügung. Wir dürfen auch die Wasserbecken besuchen – Männer und Frauen getrennt. Doch hier bewegen sich alle nackt, so dass sich das Filmen verbietet. Etwas enttäuscht fahren wir weiter.

Nach weiteren 30 Minuten, ungefähr auf halber Strecke nach Eshkashem erreichen wir einen Berg, den Rubin-Berg. Bereits Marco Polo beschreibt diesen Berg. In den 1950er Jahren unternahmen die Sowjets noch einmal einen Versuch hier Rubine zu fördern, doch dürfte es nicht wirtschaftlich gewesen sein und der Bergbau wurde bald wieder eingestellt.
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Mehr InformationenWir fahren ca. eine Stunde weiter bis sich das Tal öffnet. Der Pandsch fließt ruhig zu Tal. Kleine Inseln im Fluss bilden herrliche Biotope. Als das Tal endlich den Blick auf die ersten schneebedeckten Gipfel des Hindukusch freigibt, machen wir einen kurzen Foto- und Film-Stopp.

Neben der Straße verlaufen meist Strommasten, doch öfters hängen die Drähte nur wild herab. Wir erfahren, dass es sich meist um Telefonleitungen handelt, doch mittlerweile hat jeder ein Smartphone, sodass die Festnetzverbindungen überflüssig geworden sind. Doch niemand beseitigt das Altmetall und die Masten.

Kurz vor Eshkashem bekommen wir an einem Hotel ein Mittagessen. Ein Ziegenbock, der sich in menschlicher Gesellschaft sehr wohl zu fühlen scheint, unterhält die Gäste und die Kinder.

Das Essen schmeckt sehr gut, aber die sanitären Einrichtungen sind nicht zu empfehlen.

Kurze Zeit später erreichen wir Eshkashem, das Tor zum Wakhan Valley.
Bitte lesen Sie weiter > Von Eshkashem nach Yamg
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