Die Ortschaft Tasma liegt ungefähr 50 km in nordöstlicher Richtung von Karakol. Die Frauen des Ortes haben sich der Herstellung von Souvenirs aus Filz spezialisiert. Wir haben die Gelegenheit den Workshop „Foam, felt souvenirs master class“ zu besuchen.

Direkt neben dem Kriegerdenkmal befindet sich die Produktionsstätte für Filzgegenstände.

Als wir ankommen stehen wir erst einmal etwas ratlos herum, da uns niemand eine Einführung gibt. Also beginnen wir erst einmal zu filmen.

Dann erscheint die Chefin Damira und erläutert uns die Arbeitsgänge.

Aus der Wolle von Ziegen oder Schafen wird durch Bearbeiten mit Wasser und Seife Filz hergestellt. Oftmals werden mehrere Lagen übereinander gelegt. Durch das Wässern, Auspressen und Walzen hält der Filz zusammen. Anschließend wird er in die benötigte Form gebracht.


Im Video kann man sehen, wie auch noch Löcher in den fast fertigen Beutel gestanzt werden und Kordel erzeugt und eingeführt werden.
Nach der Fertigstellung werden die Produkte 10 bis 15 Tage getrocknet.
Zum Abschluss sehen wir die Herstellung einer Geldbörse aus Filz. Eine Konstruktionszeichnung gibt die exakten Daten vor. In diesem Fall wird auch noch ein hübsches Motiv aufgetragen. Als Farbstoffen werden nur natürliche Farben u.a. von Nuss, Aprikose und Gräsern verwendet.

Es werden uns noch eine Reihe anderer Produkte gezeigt, wie Pantoffel, Taschen, Bilder und Teppiche.

In diesem Unternehmen, das 2003 gegründet wurde, arbeiten 7 bis 8 Frauen. Manche arbeiten auch selbständig, doch in einer so kleinen Gemeinschaft hilft jeder jedem.
Es wird hauptsächlich für den Japanischen Markt produziert. Die Beutel dienen zur Aufbewahrung von Schmuck oder Make-up. Sie werden für Som 250.- (ungefähr € 3.00) verkauft. Es ist sicherlich eine anstrengende und harte Arbeit, die auch noch Konzentration erfordert.
Leider warf auch ein Unpässlichkeit meinerseits ihre Schatten voraus und ich musste wegen Übelkeit eine Zeitlang den Raum verlassen.
Damira erzählte noch von ihrer Großmutter Tolgonai ene, die dieses Handwerk gegründet hatte und ihre Kenntnisse an Damiras Mutter weitergegeben hatte. So konnte Damiras Mutter als allein erziehende Mutter ihre Schulden bezahlen und ein gesichertes Leben ermöglichen. Ein Bild von ihr können wir in einem kleinen Museum in Karakol besichtigen, wo wir im Anschluss hinfahren werden.
Vor der Tür sticht uns ein riesiger Aprikosen Baum ins Auge. Sein Obst hätte bestimmt den Tagesbedarf von Wien an Marillenknödel gedeckt.

In Karakol gehen wir in das Tolgonai ene Collectiv People Yurt center. Das Bild von Tolgonai ene beherrscht den Raum. Tolgonai ist 1987 im Alter von 104 Jahren gestorben.
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Mehr InformationenDas kleine Museum dient auch noch als Schulungsraum, in dem Kurse für die Filzbearbeitung durchgeführt werden.

Mir geht es leider ziemlich schlecht und ich muss ins Freie. Glücklicherweise haben wir noch Uzara-Tropfen im Hotel und so geht es dem Magen am nächsten Tag schnell wieder besser.
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Hinweis: Unsere Reise wurde in Zusammenarbeit mit Discover Kyrgyzstan organisiert und durch die Unterstützung der United States Agency for International Development (USAID) ermöglicht. Alle Meinungen sind unsere eigenen.
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