Ein schöner Ausflug führt uns zur Saar und von dort aus weiter zur Mosel. Anlass ist der Besuch einer guten Freundin aus München und deren Freundin aus Esslingen.
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Mehr InformationenMettlach
Wir beginnen unsere Besichtigungen in Mettlach an der Saar. In Mettlach befindet sich der Hauptsitz von Villeroy & Boch, einem weltweit bekannten Keramikhersteller. Die Fa. Boch wurde 1748 in Audun-le-Tiche gegründet und expandierte rasch. Nicolas Villeroy beteiligte sich 1789 an einem Unternehmen von Jean Thibault, von dem er 1800 alle Anteile übernahm. Boch und Villeroy waren nun Kontrahenten.
1809, während der französichen Revolution erwarb Boch die leerstehende Benediktinerabtei in Mettlach und baute die Serienproduktion aus. Villeroy gelang es Kupferstiche auf ungebranntes Steingut zu drucken, was ebenfalls ein wichtiger Baustein für die Serienproduktion war.
1836 schlossen sich Villeroy & Boch zu einem gemeinsamen Unternehmen zusammen um auf dem weltweiten Markt bestehen zu können. Bis heute ist die Benediktinerabtei in Mettlach die Konzernzentrale dieses erfolgreichen Unternehmens.

Auf der gegenüber liegenden Flussseite ist ein schlossähnliches Gästehaus zu sehen.

Gerne hätten wir das Erlebniszentrum besucht, das in der Abtei untergebracht ist. Doch Pandemie bedingt, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Deshalb fahren wir weiter zum
Baumwipfelpfad Saarschleife

Der Baumwipfelpfad führt in einer Höhe von bis zu 23 m über dem Waldboden. Bis zum Aussichtssturm sind es 1250 m. Unterwegs hat man die Möglichkeit sowohl die Botanik als auch die Vögel bei ihren Fressgewohnheiten zu beobachten.

Der Aussichtsturm kann über einen 6% steilen Pfad bestiegen werden. Er ist gänzlich barrierefrei. Angekommen auf dem 42 m hohen Turm eröffnet sich ein wunderschöner Blick über das Tal der Saar mit ihrer Schleife.

Archäologiepark Römische Villa Borg
Nächstes Highlight ist das archäologische Freilichtmuseum Römische Villa Borg. Sie ist in der Gemeinde Perl im Landkreis Merzig-Wadern. Vor ungefähr 100 Jahren wurden erstmals Rest der römischen Kultur hier gefunden.
1987 startete man mit der systematischen Ausgrabung. Rasch erkannte man, dass man auf ein spätkeltisches Gehöft aus frührömischer Zeit gestoßen war, an deren Stelle später ein Steinhaus errichtet wurde. 1994 begann man die Anlage möglichst originalgetreu zu rekonstruieren.

Wir betreten das Gelände durch ein Torhaus. Der erste Flügel, auf der rechten Seite, beinhaltet die Taverne und das Villenbad. In der Taverne kann man ausgezeichnet Speisen, nach römischen Rezepten zubereitet, genießen.

Das Villenbad vermittelt einen herrlichen Eindruck über die römische Lebensweise.
Im zweiten Flügel befinden sich die Wohn und Wirtschaftsbereiche der Villa.

Der mittlere Teil des Hauptbereiches ist das Herrenhaus, das heute das Museum beherbergt. Viele Funde werden hier ausgestellt aber auch nachgebaute Artikel.

Experimentalarchäologie wird hier groß geschrieben. Immer wieder finden hier Veranstaltungen und Forschungsprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt. Die entsprechenden Nachbauten wurden hier errichtet, wie z.B. Töpferei, Schmiede, Keramikwerkstatt oder Glashütte.

Im rekonstruierten Garten und Park finden auch gelegentlich Gladiatorenwettkämpfe statt. Ebenso steht Exerzieren und die Reitkunst auf dem Programm.

Das Gelände ist ca. 7,5 ha groß.
Schengen

Nach kurzer Fahrt in westlicher Richtung überqueren wir die Mosel und damit die Grenze zu Luxemburg. Direkt am Flussufer wurde neben dem Ankerplatz des Moselschiffes MS Marie-Astrid, auf dem das Schengenabkommen 1985 unterzeichnet wurde, das Europamuseum und ein Denkmal errichtet.
Das Schengenabkommen definiert die Bedingungen für den Schengen Raum, der eine gemeinsame Außengrenze und innerhalb des Raumes einen freien Personen- und Warenverkehr vorsieht. Das Abkommen trat 1995 in Kraft.

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