2008, vor 15 Jahren, war unser letzter Aufenthalt in München. Es wird Zeit für für einen kurzen Besuch in der Stadt, in der wir 30 Jahre lang gelebt haben.
Wir haben die Möglichkeit in der Stadtwohnung von Ursula’s Cousine in der Nähe des Schwabinger Krankenhauses, nicht weit von der Münchner Freiheit entfernt zu übernachten. Der erste Tag in München ist sehr verregnet, so dass wir diesen Tag zum Shopping benutzten. Auch der nächste Tag beginnt bezüglich des Wetters nicht optimal, deshalb entscheiden wir uns für einen Spaziergang entlang der Leopoldstraße und der Ludwigstraße bis zur Fußgängerzone im Zentrum Münchens. Unser eigentliches Ziel für unseren Besuch in München ist die Veränderungen zu entdecken, die München in den letzten 15 Jahren vollzogen hat.

Von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz sind im ersten Moment keine größeren Veränderungen erkennbar. Der Bereich von der Münchner Freiheit bis zum Siegestor ist hauptsächlich geprägt von Restaurants und Bars, in denen unter Tags viele Touristen verkehren und abends Essen, Getränke und Musik das Treiben bestimmen. Eine große Ausnahme ist der Sitz der Münchner Rückversicherung, deren Haupteingang durch den „Walking Man“ gekennzeichnet ist.
Das von Ludwig I. in Auftrag gegebene Siegestor wurde während des 2. Weltkrieges schwer beschädigt und nur teilweise wieder rekonstruiert. Heute dient es als Mahnmal für den Frieden.

Vom Siegestor bis zum Odeonsplatz führt die Ludwigstraße. Hauptsächlich gesäumt ist sie von der Ludwig-Maximilians-Universität und den dazu gehörenden Fachbibliotheken. Daneben findet man die Ludwigskirche (Kath. Pfarrkirche St. Ludwig) und die Bayerische Staatsbibliothek.
Vor der Feldherrenhall am Odeonsplatz findet gerade das ANDER ART Festival – ein Zero-Waste-Festival – statt. Großartige internationale Musik bei freiem Eintritt, Gastronomie mit geretteten Lebensmittel, Einsparung bei CO2, Müll und Energie – so präsentiert sich das Ander Art Festival.

Auf dem Marienplatz vor dem Rathaus tummeln sich bereits viele Menschen, verstärkt durch das gerade stattfindende Oktoberfest und dem am Nachmittag stattfindende Fußballspiel des FC Bayern München. Hier fällt uns eine erste Veränderung an München auf – die Fan Artikel Shops des FC Bayern haben sich in München vervielfacht.
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Passing the Frauenkirche, we meet the brass band Feldmoching e.V. Munich in the most beautiful Bavarian costume in front of the Hirmer department store.
Auch ein Fußballkünstler zeigt seine Fertigkeiten mit dem Ball.

Beim Augustiner Bräu Ausschank mit dem Bier der ältesten Brauerei München sticht uns die Baustelle gegenüber in das Gesicht. Hier befindet sich nur noch die Fassade des ursprünglichen Gebäudes. Bilder an den Bauzäunen zeigen einen zu erstellenden Neubau, dessen Fassade identisch mit dem Ursprungsgebäude ist. Dahinter entsteht ein Büro- (und Wohngebäude ?) mit Innenhof und Dachterrassen.

Dies scheint eine weitere Veränderung in München zu sein, wie man auch schräg gegenüber am Gebäude von TK Maxx Kaufhaus sehen kann. Hier ist bereits ein Innenhof mit begrünten Dachterrassen entstanden, wie man in Google Earth gut sehen kann.
Wir gehen weiter zum Weinhaus Neuner nur wenige Meter entfernt in der Parallelstraße Herzogspitalstraße. Es ist das älteste Weinhaus Münchens und zählt zu den gehobeneren Restaurants in der Stadt mit bayerischer und österreichischer Gourmetküche zu Weinen aus Baden und der Wachau. Wir haben zwei Tage später einen Tisch reserviert und bestätigen diesen.

An diesem Abend sind wir aber in der Trattoria La Piazza, gegenüber dem Schwabinger Krankenhaus verabredet. Diese Trattoria zeichnet sich durch eine herrliche Terrasse und angezeichnetem Essen aus – das Wetter hat sich so gut erholt, dass wir es fast bis Mitternacht im Freien aushalten können. Außerdem gibt es eine sehr freundliche und ehrliche Bedienung! Die von mir auf der Fensterbank vergessene Filmkamera bekomme ich am nächsten Morgen wieder zurück.

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