Die Caracalla Thermen waren nach den Diokletiansthermen die zweitgrößten Thermen in Rom. Beides waren öffentliche Badeanstalten mit freiem Eintritt.

Die Caracalla Thermen waren für ca. 2000 Badegäste ausgelegt. Der Bau wurde unter Kaiser Septimus Severus um 206 begonnen und unter Caracalla im Jahr 216 fertiggestellt.
Das Hauptgebäude ist 214 x 110 m groß und war in über 20 m Höhe von einer Decke überspannt.

Im Jahre 573 wurden die Wasserleitungen von den Goten zerstört, was den Badebetrieb beendete.
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Mehr InformationenIn Rom hatten die Thermen eine hohe soziale und hygienische Bedeutung. Sie waren Treffpunkt für das Bad oder die Sauna, dienten aber auch der Gymnastik und anderen Sportarten.
Außerdem gab es Bibliotheken, Versammlungsräume und Friseurläden und andere Geschäfte. Für die Hygiene waren sie deshalb bedeutsam, da die Häuser in Rom über keinerlei Bad verfügten. Man war in dieser Beziehung auf Badeanstalten angewiesen.

Neben diversen Mosaiken waren die Räume prunkvoll mit Marmor, Malereien und Skulpturen ausgestattet. 1600 steinerne Stühle zur Entspannung der Gäste wurden hier gefunden.

Das Caldarium (Heißbad) war von einer 35 m weiten Kuppel aus Tonhohlkörpern, der weltgrößten ihrer Art, überspannt. Hier betrug die Temperatur zwischen 40 und 50 °C.
Im Untergeschoss, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, waren die Brennkammern untergebracht. Hier wurde die Heißluft erzeugt, welche dann in die Fußböden und Wände geleitet wurde.
Mehr als 100 Sklaven befeuerten die Öfen. Pro Tag wurden 10 Tonnen Holz verbrannt und das 400 Jahre lang. Eine eigene Logistik versorgte die Thermen aus dem ganzen Reich mit Holz.

Polemius Silvius zählte die Caracalla Thermen zu den sieben Wundern von Rom. Seit 1980 gehört die Altstadt Roms, sowie der Petersdom und die Vatikanstadt zum UNESCO Weltkulturerbe.

Auf dem Rückweg ins Hotel konnten wir noch einen Blick auf die Ruinen der Domus Augustana oberhalb des Circus Maximus bei Sonnenuntergang werfen.
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