Rade de Cherbourg – Impressionen einer Bootstour
Geschichtliches
König Ludwig XIV. beschloss in Cherbourg einen Kriegshafen zu bauen um die Handelsschifffahrt besser gegen die Briten zu schützen. Man begann riesige Holzkästen zu bauen, die versenkt und mit Steinen gefüllt wurden.
Es erwies sich aber, dass diese Methode zu scheitern verurteilt war, da die Holzkonstruktionen der stürmischen See nicht standhielten. Insgesamt hatte man bis dahin bereits 70 Jahre an dem Damm gearbeitet.

Erst Napoleon begann mit dem Bau der 4 km landen Reede nach der ursprünglich vorgeschlagenen Methode von La Bretonnière, einfach mit Steinen beschwerte Kriegsschiffe zu versenken.
Gleichzeitig wurden die fünf Festungen errichtet um Geschütze unterbringen zu können. Erst 1922 wurden die letzten Abschnitte des Damms gebaut.
Alle Dämme zusammen haben eine Länge von mehr als 6 km und sind bis zu 27 m hoch. Die Festungen wurden während des 2. Weltkrieges von den Deutschen erweitert.
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Mehr InformationenDa zum Bau der Reede mehr Steine verbaut wurden, als für den Bau der Pyramiden von Gizeh, bezeichnet man sie auch als die Pyramiden von Cherbourg.
Der Hafen von Cherbourg
Bei der Ankunft in Cherbourg stechen die riesigen Hafenbefestigungen sofort ins Auge. Wir wohnen im Hotel de la Marine, einem erstklassigen Hotel, was das Essen und den Service betrifft.
Direkt davor startet eine Hafenrundfahrt (Tour de la Rade) mit einem kleinen Touristenboot. Diese Gelegenheit nehmen wir wahr, um die Befestigungsanlagen etwas näher zu sehen.

Wir passieren die Einfahrt zur Militärbasis, die die drittgrößte Marinebasis in Frankreich ist. Danach haben wir einen direkten Blick auf die kilometerlange Reede, die mit fünf Festungen verstärkt wurde.

Im geschützten Hafenbecken wird Fischzucht betrieben. Ein unförmig aussehendes Schiff entpuppt sich als Futterstation für die Fische. Die Fütterung erfolgt vollautomatisch.

Das geschützte Hafenbecken ist bei Freizeitsportlern vor allem zum Rudern und Segeln beliebt.

Das Fort de l’Est, das einen zerstörten Eindruck hinterlässt wurde von den französischen Truppen vor dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht zerstört.

Neben einem Handelshafen gibt es einen Fährhafen, einen Fischereihafen, eine Marina und eine Militärbasis.
Der Militärbasis ist eine Werft angeschlossen, die traditionell auf U-Boote spezialisiert ist.

Hier wurde das erste französische Atom-U-Boot gebaut, die Le Redoutable. Heute ist es im Museum La Cité de la Mer ausgestellt und das größte öffentlich zu besichtigende Atom-U-Boot der Welt.
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