Trotz Bahnstreiks durch die Lokführer-Gewerkschaft GDL fährt unser Intercity der DB nach Paris pünktlich auf dem Bahnhof von Saarbrücken ein. Wir haben uns einen Renfe Pass für Spanien gekauft, der es erlaubt mit den Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien umher zu reisen. Deshalb haben wir beschlossen auch von Deutschland bis Spanien den Zug zu nehmen. Die Tickets haben wir problemlos über Internet bei Voyages-SNCF gebucht. Eine Entscheidung, die wir nicht bereuen.
4k UltraHD Video – Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug
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Mehr InformationenVerärgert über den Bahnstreik sind wir trotzdem, da wir eine zusätzliche Übernachtung in Saarbrücken einlegen mussten, um den Zug nach Paris zu erreichen. Noch wissen wir nicht, dass uns bei der Rückkehr der nächste Streik der GDL überraschte.

Die ersten Kilometer von Saarbrücken ins benachbarte Frankreich verlaufen noch gemächlich. Erst als der Zug die schmalen Täler hinter sich lässt, beschleunigt er auf 320 km/h. Eine Geschwindigkeit, die er fast die ganze restliche Strecke nach Paris beibehält. Große landwirtschaftliche Flächen und Wälder fliegen an unserem Auge vorbei.
Für die Fokussierung auf ein bestimmtes Highlight, wie ein Chateau bleiben nur wenige Sekunden Zeit und schon ist es wieder aus dem Geschichtskreis verschwunden. Die Zeit vergeht rasch und nach annähernd 2 Stunden erreichen wir Paris auf die Minute pünktlich.
Paris
Unsere Ankunft erfolgt am Gare de l’Est. Auf dem Vorplatz erstaunt uns eine Ausstellung mit drei Trabis und Gemälden, die die ehemalige DDR und den Mauerfall behandelt.

Zur Weiterfahrt von Paris nach Barcelona muss man in Paris den Bahnhof wechseln. So fahren wir mit der Metro vom Gare de l’Est zum Gare de Lyon. Die Metro Tickets konnten wir beim Schaffner kaufen. Natürlich, hätten wir auch ein Taxi nehmen können, da wir 4 Stunden Zeit hatten und an der Bastille umsteigen müssen, gönnen wir uns noch einen Kaffee am Place de la Bastille.

Ausserdem nutzen auch die Zeit uns auf dem Place de la Bastille umzusehen. Neben einer Triumphsäule, wurde hier eine moderne Oper errichtet. Auch die Seine bietet von hier aus einen schönen Anblick.
Der Gare de Lyon ist in zwei Hallen unterteilt. In der ersten Halle wird der normal Zugverkehr innerhalb Frankreichs abgewickelt, in der zweiten Halle der Fernverkehr. Die zweite Halle ist modern und hell mit Licht durchflutet. Inmitten der Halle steht ein Klavier und jeder der es sich zutraut, darf darauf spielen. Zwei junge Männer, die ausgezeichnet spielen bieten den Wartenden ein gelungenes Konzert, das auch mit Applaus belohnt wird.

Ab Paris verkehrt ein TGV der französischen Bahngesellschaft SNCF. Der Zug ist doppelstöckig und wir haben zwei Sitze im oberen Stockwerk reserviert, womit ein guter Ausblick gegeben ist. Schon unmittelbar nach dem Verlassen des Bahnhofs erreicht der TGV eine Geschwindigkeit von 300 km/h, Die er mit wenigen Ausnahmen bis Valence beibehält. Nach 2 Stunden befindet man sich bereits im Süden Frankreichs.
Nach Paris ist das Gelände sehr eben und auch von großen Agrarflächen bedeckt. Danach wird es etwas hügeliger und auch die Waldflächen mehren sich. Erst mit Erreichen des Rhone Tals wird es abwechslungsreicher. Die Landschaft und Pflanzen besitzen bereits einen mediterranen Flair. Erste Felswände sind zu sehen und in der Ferne kann man die schneebedeckten Alpen erkennen.Mehrmals wird die Rhone überquert, was jedes mal den Blick in die Ferne freigibt.
Nimes – Sete
Ab Nimes geht es etwas gemächlicher weiter, was aber kein Nachteil ist. Ab Sete fährt der Zug direkt durch die Lagunen Landschaft. Auch ein Blick auf den Königskanal von Sete wird dem Passagier aus dem Zug gegönnt.

Zwischen Sete und Cap d’Adge, sowie ab Narbonne wurde der Bahndamm direkt entlang der Meeresküste und im Marschland verlegt.
Pyrenäen
Bei den Pyrenäen trübt sich das Wetter etwas ein, doch es reicht um einen Blick auf die Schnee bedeckten Gipfel zu erhaschen. Der Grenzübertritt zwischen Frankreich und Spanien erfolgt unterirdisch in einem Tunnel.

Eigentlich hatten wir vor, von Girona noch ein Foto aus dem Zug zu machen, doch der verkehrt im gesamten Stadtgebiet unterirdisch. Nur der Regional-Verkehr führt über eine Hochbrücke.
Barcelona
Mit der untergehenden Sonne erreichen wir Barcelona. Sechs Stunden waren wir von Paris aus unterwegs gewesen, doch die Zeit war rasch vergangen.

Entspannt konnten wir ins unser Hotel fahren und unser erstes spanisches Abendessen in Barcelona genießen.
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