St Goar liegt unterhalb der gefährlichen Stromschnellen am linken Rheinufer des Mittelrheins in Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Wer aus Richtung Simmern nach St. Goar fährt, erblickt vom Hunsrückplateau aus als erstes die Burgen Katz und Maus. Beide Burgen gehören zur Schwesterstadt St. Goarshausen.
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Mehr InformationenDer Bau der Burg Maus, unter dem ursprünglichen Namen St. Peterseck, wurde 1356 durch den Erzbischof Boemund II von Trier begonnen und dauerte 30 Jahre.
Sie diente zur Durchsetzung der Rhein Maut Rechte und der Verteidigung der Grenzen des Herrschaftsgebetes von Trier gegen das Gebiet der Grafen von Katzenelnbogen. Im späten 14. Jahrhundert diente sie zeitweise Residenzen der Kurfürsten. Heute ist sie in Privatbesitz, jedoch werden während der Sommermonate Führungen angeboten.

Die Burg Katz, hieß ursprünglich Burg Neukatzenelnbogen nach ihren Erbauern den Grafen von Katzenelnbogen, die die Burg 1371 als Zollburg für rheinabwärts fahrende Schiffe erbauten.
Heute ist die Burg Katz im japanischen Privatbesitz und war Schauplatz für den zweiten Comic aus der Yoko Tsuno Reihe – Die Orgel des Teufels.

Bereits um 1245, nachdem St. Goar das Stadtrecht erhalten hatte, ließ Graf Diether V. von Katzenelnbogen auf der linken Rheinseite die Burg Rheinfels als Zollburg für rheinaufwärts fahrende Schiffe erbauen. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zur größten Wehranlage im Mittelrheintal ausgebaut.
1794 wurde die Burg den französischen Revolutionstruppen kampflos übergeben und kurz darauf gesprengt. Burg Rheinfels ist die größte Burganlage am Rhein und überragt als Wahrzeichen die Stadt St. Goar.
Heute ist die Burg Rheinfels ein attraktives Touristenziel und beherbergt das Romantik Hotel Schloss Rheinfels.

Die Besiedlung der Gegend begann in römischer Zeit. Die Stadtgründung geht zurück auf den „Heiligen Goar“, der sich um 511 n Chr. hier niederließ um die Landbevölkerung zu Christianisieren.

Damals errichtete er ein Hospiz und eine Kapelle, aus der das Chorherrenstift Sankt Goar hervorging.

Von St. Goarshausen erreicht man in wenigen Kilometern die Loreley, es ist die schmalste Stelle des Rheins zwischen der Schweiz und der Nordsee.
Der Sage nach saß auf dem Felsen eine Nixe die ihr goldenes Haar kämmte und die Schiffer mit ihrem Gesang in ihren Bann zog. Diese achteten nicht mehr auf die gefährlichen Strömungen und die Schiffe zerschellten an den Felsen.
Vom 132 m hohen Felsen hat man einen wunderschönen Überblick über das Rheintal.

Der gesamte Abschnitt gehört zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.
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