Lloret de Mar ist hauptsächlich als Partyort bekannt. Die Stadtverwaltung versucht heute diesem Treiben vehement entgegen zu wirken.
Parties am Strand sind nur noch in einem ganz kleinen Raum erlaubt, ansonsten ist Alkohol verboten. Auch Lärmbelästigung und Strandbekleidung in der Stadt werden mit drakonischen Geldstrafen verfolgt.

Dennoch schien der erste Eindruck das Image der Stadt zu bestätigen – Hotels so weit das Auge reicht, da man Lloret vom Inland her erreicht. Aber der Ort hat auch andere Seiten.
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Mehr InformationenDer alte Ortskern
Unser erster Weg führt in die Fußgängerzone. Hier finden Strandtouristen und sonstige Urlauber alles was ihr Herz begehrt.
Im Zentrum der Altstadt stoßen wir auf die Església de Sant Romà. Einst war sie eine Wehrkirche, wurde aber im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut.

Die um 1520 erbaute Kirche besteht aus Elementen der Gotik, der Renaissance und des Jugendstils.
Mit ihren buntbemalten Fliesen an der Außenfassade stellt sie eine Augenweide dar, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Überall fallen uns kleine Altäre auf, die in Nischen an den Häuserwänden angebracht sind.
Gegenüber der Kirche befindet sich noch ein altes katalanisches Bürgerhaus, von denen im Stadtbild kaum noch etwas zu entdecken ist.

Am Abend des ersten Tages gehen wir im Restaurant La Fusta essen. Der Wirt spricht perfekt deutsch, der Kellner ist Deutscher. Dennoch wird das Lokal hauptsächlich von Spaniern besucht. Das Essen ist ausgezeichnet und preiswert.

Der Strand
Am nächsten Tag machen wir uns auf zum Strand. Den Boule Spielern ist breiter Raum eingeräumt und wir beobachten deren Spiel eine Weile.

Am Kopfende der Boule Bahnen befindet sich das Rathaus im neoklassizistischen Stil.
Die Terrakotta-Dekorationen an der Fassade stammen vom Töpfer Pau Arpi aus Lloret.

An der Strandpromenade finden wir eine Reihe von Ausstellungsstücken, die die Geschichte der Stadt als Fischerdorf betonen.

Anker, Winden und Schiffe, bzw. deren Darstellungen. Das Denkmal mit den beiden Tänzerinnen wurde zu Ehren der Sardana, eines katalanischen Tanzes, errichtet.

Der Strand ist im Süden begrenzt durch die Klippen mit dem Denkmal der Seefahrerfrau (Dona Marinera)

und im Norden durch die Felsen mit der Burg von Plaja, einem in den 40er Jahren errichteten Festungshaus.

Es Tint
Einst gab es in jedem katalanischen Fischerdorf einen Raum in dem die Fangnetze der Fischer gefärbt wurden um deren Lebensdauer zu verlängern.
Einer der wenigen, der erhalten blieb, befindet sich im nördlichen Teil hinter dem Strand.

Er wurde als kleine Museum gestaltet und zeigt die Kessel der Färberei. Alte Fotografien zeigen das ursprüngliche Lloret de Mar, als die Fischerboote noch am Strand anlegen durfte.
Sa Xara
Am Abend besuchen wir das Sa Xara, einst Stammkneipe der Fischer. Heute ist es ein gemütliches Restaurant mit guten Tapas.

Es ist Fußball im Fernsehen angesagt. Der FC Barcelona spielt gegen den FC Getafe, ein Madrider Vorstadtklub. Entsprechend hoch waren die Emotionen im Vorfeld. Barcelona gewann und die katalanische Seele war wieder beruhigt.

Der Stolz des Restaurantbesitzers und seiner Frau sind seine Weine, die anhand der vielen Fässer sofort ins Auge stechen.

Aber auch seine ansehnliche Bierauswahl ist nicht zu verachten. Über 100 verschiedener Sorten, meist aus kleinen lokalen Hausbrauereien, sind in seinem Angebot.

Nachtleben
In einem begrenzten Bereich entlang der Av. Just Marles Vilarrodona sind die Discos, Bars und Spielhallen untergebracht. Mit ihren aufdringlichen Neonbeleuchtungen sind sie nicht zu übersehen.

Auf dem Weg in unser Hotel müssen wir hier zwangsläufig vorbei, doch für uns hatte diese Art der Unterhaltung keine Anziehungskraft.
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