Der nächste Tag in Budapest ist zwei Höhepunkten gewidmet: dem Burgviertel in Buda und dem Parlamentsviertel in Pest. Mit U-Bahn und Bus gelangen wir am Dom vorbei schnell auf die andere Seite der Donau und zur Talstation der Standseilbahn, die uns auf den Berg bringt.

Mit dem Bau der Burg wurde 1241 nach dem ersten Mongolensturm begonnen. Unter König Sigismund wurde der erste große Bauabschnitt durchgeführt, der durch die Verlegung der königlichen Kanzlei und des Hofes von Visegrad nach Buda notwendig wurde.
Unter König Matthias Corvinius wurde die Burg zu einem prächtigen Renaissanceschloss ausgebaut. 1541 eroberten die Türken die Burg. Im Jahre 1571 forderte ein Blitzschlag in einen Pulverturm 2000 Todesopfer und zerstörte große Teile des Palastes. 1686 gelang es den christlichen Truppen unter Herzog Karl V. von Lothringen, die fast völlig zerstörte Burg zurückzuerobern.
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Fast 30 Jahre dauerten die Abbrucharbeiten, während Karl III. nur einen kleinen Palast im Barockstil errichten ließ. Maria Theresia ließ in 56 Jahren Bauzeit ein wohnliches Schloss errichten, das 1770 fertiggestellt wurde. Während des ungarischen Freiheitskampfes wurden Teile des Palastes beschädigt, aber bald wieder restauriert.
König Franz Joseph ließ den Palast zwischen 1891 und 1905 wiederaufbauen. Er regierte von 1848 bis 1916 und herrschte zunächst absolutistisch. Nach zwei Niederlagen und durch die Vermittlung von Elisabeth von Österreich-Ungarn war er jedoch gezwungen, sich mit den Ungarn zu einigen.

Das Ergebnis war die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn im Jahr 1867, die aus zwei konstitutionellen Monarchien bestand.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss fast zerstört, da sich das deutsche Hauptquartier in dem unterirdischen Höhlensystem befand.
Der Wiederaufbau und die Restaurierung werden mehrere Jahre dauern.

Auf dem Burgberg angekommen, stehen wir direkt vor dem Palais Sandor, dem Amtssitz des ungarischen Staatspräsidenten. In südöstlicher Richtung erheben sich die prunkvollen Gebäude des Burgpalastes und der Palastgarten.

Wir spazieren weiter in nordwestlicher Richtung über die Szent György und Tárnok u. bis zum Dreifaltigkeitsplatz mit der Dreifaltigkeitssäule und den Gebäuden des Innenministeriums und des Finanzministeriums. Rechts erhebt sich die Matthiaskirche mit dem Reiterdenkmal des Heiligen Stephan und der Fischerbastei.

Stephan I., ein magyarischer Fürst aus dem Geschlecht der Arpaden, war von 1000 bis 1038 der erste König des von ihm gegründeten Königreichs Ungarn.

Die Matthiaskirche wurde zwischen 1255 und 1269 im Auftrag von König Bela IV. als Basilika erbaut. Der Name geht auf König Matthias Corvinius zurück, der die Kirche 1470 um einen fünfstöckigen Turm und das königliche Oratorium erweitern ließ.
1541 eroberten die Türken Buda, und die Kirche wurde für fast 150 Jahre als Große Moschee bekannt.
1686, nach der Vertreibung der Türken durch die Heilige Liga, wurde die zerstörte Kirche den Jesuiten übergeben. Nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 übergab man die Kirche dem Rat der Stadt Buda.

Am 8. Juni 1867 wurden in der Matthiaskirche Franz Joseph I. und Elisabeth (Sisi) zum ungarischen Königspaar gekrönt. 1916 wurden Karl IV. und Zita als letztes ungarisches Königspaar hier gekrönt.

Die Loreto-Statue, ein Geschenk von König Vladislav II., erinnert an die Marienstatue von Loreto. Sie soll angeblich vor der Eroberung durch die Türken eingemauert worden sein. Im Jahre 1686, während der Belagerung durch die Christen, explodierte in der Nähe ein Schießpulverlager, wodurch die Mauern um die eingemauerte Statue einstürzten und sie zum Entsetzen der Muslime, die vor ihr beteten, wieder zum Vorschein kam. Noch am selben Tag wurde die Stadt von den Christen zurückerobert und die Kapelle zum Wallfahrtsort.

Zurück im Burggarten genießen wir kurz das bunte Treiben, bevor wir zum Matthiasbrunnen weitergehen. Dort sehen wir auch die rekonstruierte königliche Reithalle. Durch das Löwentor erreichen wir den Löwenhof. Die imposanten Palastgebäude dienen heute als Museum, Galerie und Bibliothek. Wir spazieren durch das Gebäude, besuchen das Reiterdenkmal von Prinz Eugen und genießen noch einmal die herrliche Aussicht, bevor wir mit der Standseilbahn zurück ins Tal fahren

Von der Fischerbastei, die ursprünglich ein Fischmarkt war und von den Fischern erbaut und unterhalten wurde, hat man einen besonders schönen Blick auf Buda, die Donau und Pest.
Wir verlassen den Bereich um die Matthiaskirche und kehren in den südöstlichen Teil zurück. Dabei passieren wir das Retesvar-Tor, wo es einen hervorragenden Apfel-Mohnstrudel gibt, und den Eingang zum Labyrinth, in dem Graf Dracula gefangen gehalten wurde. Leider reicht die Zeit nicht für eine Besichtigung. So gehen wir weiter zum Zsolnay-Brunnen auf der Burgmauer, von wo aus man einen guten Blick in südwestlicher Richtung auf Buda hat.

Zurück im Burggarten genießen wir kurz das bunte Treiben, bevor wir zum Matthiasbrunnen weitergehen. Dort sehen wir auch die rekonstruierte königliche Reithalle.

Durch das Löwentor gelangen wir zum Löwenhof. Die imposanten Palastgebäude dienen heute als Museum, Galerie und Bibliothek. Wir umrunden das Gebäude, besichtigen das Reiterdenkmal von Prinz Eugen und genießen noch einmal den herrlichen Ausblick, bevor wir mit der Standseilbahn wieder ins Tal fahren.

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