Am nächsten Morgen genießen wir bei herrlichem Wetter zunächst den Ausblick von unserem Balkon im Blue Marlin Hotel, bevor wir unseren Rundgang im Zentrum beginnen.

In der Rua de Liberdade d’Africa vor dem Palácio do Povo, dem ehemaligen Gouverneurspalast, sind die Vorbereitungen für die Karnevalsfeiern und Umzüge bereits in vollem Gange.

Wir biegen in die Avenida Baltazar Lopes da Silva ab. Schnell stellen wir fest, dass Mindelo eine bunte Stadt ist, in der man viele schöne Streetart mit Bezug zur heimischen Musikszene oder zur lokalen Kultur bewundern kann. Es scheint auch fast die Regel zu sein, dass in den Restaurants und Bars in den Abendstunden neben Essen und Trinken auch Musik geboten wird, wie beispielsweise im „Jazzy Bird Bar Pub”.

Am Parque de Skate befindet sich das gute Restaurant Le Metalo, das wir später noch besuchen werden.

Über die Rua Guiné Bissau und die Avenida Baltazar Lopes da Silva kehren wir wieder zurück. Dabei fallen uns die vielen modernen Häuser mit ihren bunten Fassaden auf, die einen freundlichen Eindruck vermitteln.

In der Rua de Liberdade de Africa besuchen wir den zentralen Obst-, Gemüse- und Fleischmarkt, den Mercado Municipal.

Anschließend besichtigen wir die Replik des Belém-Turms mit dem Museum of the Sea.

Von der Spitze des Torre de Belém hat man einen herrlichen Rundumblick auf die Stadt, die Bucht und die umliegenden Berge.
Von hier aus kann man einige lokale Fischer bei ihrer Arbeit beobachten. Sie fangen direkt hier am Strand mit einfachen Mitteln Fische.

Außerdem sticht uns die Marina Mindelo Floating Bar ins Auge. Von dort hat man einen guten Blick auf das geschäftige Treiben im Bootshafen und kann gut essen und einen ausgezeichneten Caipirinha genießen.

Auf einigen Dächern in der Umgebung sind noch die Schäden der vergangenen Unwetter sichtbar. Im Schifffahrtsmuseum sind nicht nur die wichtigen Schifffahrtsrouten von den Kapverden aus zu sehen, sondern auch viele Relikte und historische Aufnahmen aus der Schifffahrtsvergangenheit.

Direkt neben dem Belém Tower liegt der zentrale Fischmarkt, der Mercado de Peixe. Speziell in den Morgenstunden herrscht hier ein buntes Treiben.

Auf der anderen Straßenseite befindet sich das „Quintal das Artes”, ein Areal mit Werkstätten und Verkaufslokalen lokaler bildender Künstler. Die Kunstwerke haben oft einen starken Bezug zur lokalen Bevölkerung, die zu großen Teilen afrikanische Vorfahren hat.

Zuletzt besuchen wir das CNAD (Centro Nacional de Artesanato e Design) in der Rua Cristiano de Sena Barcelos. Es besticht durch seine bunte Fassade, die aus Fässerdeckeln gestaltet wurde und somit auch an die Schifffahrtstradition und die Diaspora erinnert. Interessant ist, dass sich einzelne Segmente aufklappen lassen, sodass mehr Licht in die Innenräume gelangt. Ein Blick durch die Eingangstür genügt, um zu erkennen, dass sich ein Besuch lohnt.

Den Sonnenuntergang genießen wir wieder auf dem Balkon unseres Hotelzimmers.

Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia