Im nordöstlichen Eck der Prager Burg liegt das goldene Gässchen. Für die Besichtigung wird spezieller Eintritt verlangt.

Goldenes Gässchen
Rudolf II beschäftigte hier Alchimisten, die Gold und den Stein der Weisen in ihren Labors schaffen sollten. Unter Rudolf III lebten hier die Burgwachen.
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Mehr InformationenIm 19. Jahrhundert war sie ein Wohngebiet für arme Leute. In den Jahren 1916 und 1917 lebte im Haus Nr. 22 Franz Kafka und arbeitete an seinen Werken.
Vermutlich hat ihn die mittelalterliche Umgebung zu seinen Fantasien inspiriert.

Die Häuser im goldenen Gässchen bilden heute eine Dauerausstellung.

Teilweise sind sie als Handwerker-Werkstätten eingerichtet und teilweise als Wohnhäuser. Das Raumangebot war schon sehr bescheiden.

Über eine schmale Treppe erreichen wir im Obergeschoss den Wehrgang an der Burgmauer, in dem Rüstungen und Waffen ausgestellt sind.
Daliborka Turm
Der Daliborka Turm begrenzt das goldene Gässchen im Osten. Einst war es ein berüchtigtes Gefängnis in dem auch gefoltert wurde.
Er ist nach seinem vermutlich ersten Insassen Dalibor von Kozojedy benannt, der hier auch hingerichtet wurde. Er wurde beschuldigt sich fremdes Eigentum angeeignet zu haben.

Untergebene von Adam Ploskovský von Drahonice verweigerten nach den Hussitenkriegen weitere Fronarbeit unter ihrem bisherigen Herren und schlossen sich freiwillig Daliborka an. Dafür wurde er verurteilt.

Über eine steile Treppe kommt man in ein Untergeschoss in dem sich das Gefängnis befindet. 4 Zellen können heute noch besichtigt werden
Darunter ist ein Verlies in dem einige Foltergeräte ausgestellt sind.

In der Mitte des Raumes ist ein Loch, das zu einem weiteren noch tieferen Verlies führt.
Mit einem metallenen Kran konnten die Gefangen dorthin verbracht werden.

Zurück im Freien erfreuen wir uns am schönen Ausblick über Prag und auf die Karlsbrücke und das Palais Waldstein, besser bekannt als Wallensteinpalais.

Am Ufer der Moldau angekommen, nehmen wir die Straßenbahn und fahren zurück zu unserem Hotel.
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