Stockholm und Nobel, diese beiden Namen sind untrennbar miteinander verbunden. Also ist es unerlässlich, sich bei einem Besuch Stockholms mit der Person von Alfred Nobel und seinem Vermächtnis auseinander zu setzen.
Vom Hauptbahnhof nehmen wir die U-Bahn nach Gamla stan, der Altstadt von Stockholm auf der Insel Stadsholmen. Ziel ist das Nobel Museum, das zur Zeit in der ehemaligen alten Börse untergebracht ist, aber 2018 in das geplante Nobel Center umziehen soll.
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Mehr InformationenWir gehen durch die mittelalterlich geprägten Straßen und Gassen, deren Atmosphäre die Altstadt bestimmen, zum Stortorget.
Stortorget
Stortorget ist ein Platz im Zentrum der Altstadt, eingerahmt von mittelalterlichen Häusern mit hohen Giebeln und unterschiedlichsten Dachformen. Zu ebener Erde sind vielfach Restaurants untergebracht. Die Eingänge sind als prachtvolle Portale gestaltet.

Die Mitte des Platzes schmückt ein alter Brunnen. An der Nordseite des Platzes befindet sich das Nobel Museum. In dem mit Säulen verzierten Gebäude ist auch die Schwedische Akademie und die Nobel Bibliothek untergebracht.

Der Platz wird auch häufig als Treffpunkt genutzt, entsprechend viele Touristen sind hier anzutreffen. Vor dem Museum treffen wir unsere charmante Reiseführerin Aviva, die uns bis zum Rest des Tages auf den Spuren Alfred Nobels begleiten wird.
Nobel Museum
Im Nobel Museum wird das Wissen über Alfred Nobel sowie alle Nobelpreisträger und deren Leistungen vermittelt. Außerdem sollen die Informationen und Exponate zum Nachdenken anregen.

Wir werden am Eingang von Felix und Olivia empfangen, die uns durch das Museum führen und uns eine Reihe von Hintergrundinformationen liefern.

Alfred Nobel hinterließ bei seinem Tod ein Vermögen von 31 Millionen Schwedenkronen, die in die Nobel Stiftung eingebracht wurden. 94% der Zinsen gehen jährlich als Preis an diejenigen fünf Personen, die den größten Nutzen für die Menschheit geleistet haben. Die Wissensgebiete umfassen Physik, Chemie, Medizin und Literatur. Außerdem wird ein Preis für die besten Friedensbemühungen verliehen.
Die Schwedische Reichsbank ergänzte später ein weiteres Wissensgebiet und spendet den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften, auch als Wirtschaftsnobelpreis bezeichnet.

Im Eingangbereich stehen 6 Säulen, von denen jede einen dieser Preise beschreibt. An der Decke hängen die Tafeln der bisherigen fast 900 Nobelpreisträger und Trägerinnen. Von den 900 bisher vergebenen Preisen gingen 825 an Männer, 49 an Frauen und 26 an Organisationen.

Zu den Seitenräumen des Museums zählt ein Kreativraum, in dem Filme ausgewählter Persönlichkeiten zu sehen sind.

Ausgestellt werden auch persönliche Dinge von Nobelpreisträgern. Unter anderem ist ein Brief von Albert Einstein zu sehen, den er an seine Söhne schrieb und in dem er mitteilt, wie er den Nobelpreis für den Kauf eines Hauses verwenden möchte.

Eine unserer Führerinnen machte uns auf eine lustige Anekdote aufmerksam.
Randy Schekman ( 2013 Nobelpreis für Medizin) sparte im Alter von 12 Jahren sein Taschengeld in einem Sparschwein um sich davon ein Mikroskop zu kaufen. In einer Notlage haben sich seine Eltern das Geld ausgeborgt und vergessen es wieder zurückzugeben. Als Randy dies bemerkte ging er zur Polizei um den Diebstahl zu melden. Daraufhin durfte ihn sein Vater auf dem Polizeirevier abholen. Auf dem Rückweg nach Hause kaufte er dem kleinen Randy dann sein gewünschtes Mikroskop.
Bistro Nobel
Zum Museum gehört auch ein nettes Café, das Bistro Nobel. Bevor man sich auf einen der Stühle setzt, sollten man ihn umdrehen, denn die Stühle wurden von allen Nobelpreisträgern, die das Museum besucht haben handsigniert.

Wir bekamen zwar keinen Nobelpreis, dafür aber eine köstliche Nobel-Eiscreme. Das Nobel-Eis wird ausschließlich für das Nobel Museum hergestellt und wurde als Dessert auf den Nobelpreis Banketten von 1976-1998 serviert.

Bitte lesen Sie auch > Das Rathaus von Stockholm (Ort des Nobel dinners)
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Hinweis: Der Besuch erfolgte auf Einladung von Visit Stockholm für die wir uns recht herzlich bedanken. Alle Eindrücke und Meinungen sind unsere eigenen.
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