Museumsinsel
Das Pergamonmuseum gehört zum Museumsensemble auf der Museumsinsel in Berlin. Ursprünglicher Initiator dieser einzigartigen Kunstsammlung war König Friedrich Wilhelm III., der 1810 die Anweisung erließ, hier eine öffentliche Kunstsammlung anzulegen.
An Bedeutung gewann diese Museumslandschaft aber erst durch Wilhelm von Bode unter Kaiser Wilhelm II, als Bode 1890 Generaldirektor der Königlichen Museen zu Berlin wurde, an Bedeutung. Bode verstand es vortrefflich private Sammler und Mäzene um sich zu versammeln und zu koordinieren, so dass in Berlin eine einflussreiche Kunstszene entstand. Durch seine Tätigkeit wurden die Berliner Museen zu einem der bedeutendsten Museumskomplexe weltweit. Hier befinden sich heute das Alte und Neue Museum, das Pergamonmuseum, die Alte Nationalgalerie und das Bode Museum. Ab 2017 soll die James-Simon-Galerie hinzukommen und dann gleichzeitig zentrales Eingangsgebäude der Museumsinsel sein.
Im Pergamonmuseum
sind Architektur und griechische und römische Skulpturen ausgestellt. Ferner beinhaltet es das Vorderasiatische Museum mit 6000 Jahren Geschichte, Kunst und Kultur und das Museum für islamische Kunst vom 8. bis 19. Jahrhundert.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDas bekannteste Ausstellungsstück, den Pergamonaltar konnten wir leider nicht sehen, da er wegen Umbaumaßnahmen bis 2019 nicht zugänglich ist. Das wiederum ist ein Grund das Museum nach 2019 nochmals zu besuchen.

Wir wurden aber entschädigt durch das Ischtar-Tor mit seiner Prozessionsstraße, das Markttor von Milet und die Mschatta-Fassade, sowie vielen weiteren Skulpturen, Schmuck, Teppichen, Vasen und Truhen, sowie einer Unzahl an Dekorgegenständen und Wandverzierungen.

Das Ischtartor ist zwar etwas verkleinert aufgebaut worden als das Original in Babylon, doch die Größe des Original hätte in Berlin alle Dimensionen gesprengt. Der Anblick jedenfalls ist auch so unbeschreiblich. Das Markttor von Milet ist auch im Model vom Stadtbild des damaligen Milet zu sehen, so dass man eine gute Vorstellung von seiner damaligen Umgebung erhält.

Die Mschatta Fassade gehörte zu einem Palast 30 km südlich der jordanischen Hauptstadt Amman, der nach der Ermordung des Kalifen Al-Walid II. unvollendet blieb und später von einem Erdbeben zerstört wurde. Der Palast hatte eine innere Seitenlänge von 144 m, davon sind heute ca. 33 m mit einer Höhe von 5 m und 2 Tortürme aufgebaut.
Besonders zu erwähnen ist das Aleppo-Zimmer mit seinen Vertäfelungen aus dem 17ten Jahrhundert.

Wir waren fasziniert von all diesen Ausstellungsstücken, die uns zurück an die Wiege unserer eigenen Kultur führte. Ein weiterer Besuch würde sich in jedem Fall lohnen.
Text, Fotos and Video: Copyright © myVideoMedia