Mittlerweile ist das Horse Festival weit über die Grenzen Tadschikistans hinaus bekannt. Es setzt sich aus drei Disziplinen zusammen:
- klassisches Pferderennen
- Braut-Rennen
- Pferde Wrestling
Im vorliegenden Artikel und Video zeigen wir den ersten Teil, das klassische Pferderennen.

Nachdem die Reiter ihre Vorbereitungen abgeschlossen haben, versammeln sie sich an der Startlinie. Mit einem Schiedsrichter an der Spitze reiten sie auf die Rennbahn und stellen sich nebeneinander mit dem Gesicht zur Bühne auf.

Nachdem der Bürgermeister eine kurze Rede gehalten hat, kehren sie in einem Bogen zur Startlinie zurück.

Mittlerweile hat sich der gesamte Ort an der Rennbahn versammelt. Die Spannung steigt immer mehr. Endlich gibt ein weiterer Schiedsrichter das Startzeichen.

In wildem Galopp stürmt die Horde in Richtung der Berge, wo wir sie aus den Augen verlieren.
Wir sehen sie zwar nicht mehr, dennoch wird die gesamte Strecke von Schiedsrichtern überwacht.
Hier sehen Sie das 4K UHD Video
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Mehr InformationenDann erscheint der erste Reiter wieder. Nach 28 Minuten überquert er, unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer, die Ziellinie. Nach und nach treffen die Konkurrenten nun ein. Es wird ersichtlich, dass das Rennen nicht nur für die Pferde anstrengend ist, sondern auch für die Reiter.

Einer kann sich nach dem Absteigen kaum auf den Beinen halten. Möglicherweise macht auch ihm die dünnen Höhenluft zu schaffen.

Es gibt nun eine Pause, die viele Besucher für ein Mittagsmahl nutzen. Bevorzugte Speise ist Plov, den wir in Kirgistan und Usbekistan noch mehrfach kennen lernen werden. Mit einem Tanz wird die Mittagspause eingeläutet.

Wir bekommen ein Mittagessen im Hotel, kehren aber danach gleich wieder zurück.
Bei unserer neuerlichen Ankunft lernen wir ein nettes Lehrer-Ehepaar aus Erlangen kennen. Er ist Naturkundelehrer und sehr an den Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region interessiert. Er meint, dass in den Seitentälern teilweise die Wiesen ziemlich abgegrast wären.

Ich habe später unseren Reiseleiter, der aus Alichur stammt, daraufhin angesprochen, was dieser aber vehement zurückwies. Er meinte heute leben ca. 200000 Tiere in der Region. In Sowjetzeiten waren es rund 1 Million.
Möglicherweise hat er aber etwas außer Acht gelassen. Auch hier hat der Klimawandel zu starken Veränderungen geführt und in den letzten Jahrzehnten sind rund ein Drittel der Gletscher geschmolzen. Möglicherweise ist es dadurch auch zu einer Verminderung des Futterangebots gekommen.
Wir freuen uns ihre Bekanntschaft gemacht zuhaben, müssen uns aber einen Platz für das nächste Rennen suchen. So sind wir gezwungen die Unterhaltung zu beenden.
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