Nach unserer Ankunft in Porto nutzen wir die Gelegenheit erste Eindrücke dieser unglaublichen Stadt zu sammeln. Ausgehend von São Bento werfen wir eine Blick in die Rua das Flores, eine der bedeutenden Einkaufs- und Restaurant-Straßen in Porto, bevor wir die Rua de Mouzinho da Silveira entlang gehen, die zum Ufer des Douro führt.
Ein mächtiger Trinkwasserbrunnen, der Fuente monumental de Mouzinho de Silveira, sticht uns ins Auge. Erst später begreifen wir, dass das Mauerwerk auch dazu dient die darüber liegende Straße zu stützen.

Uns beeindrucken die schmalen Gassen, die rechts und links im Häusermeer verschwinden.

An der Travessa da Bainharia steht eine alte Telefonzelle, die gerne als Fotomotiv genutzt wird. Die Straße links hinunter ist die Rua de São João, die direkt zum Douro führt. Hier beginnt die Altstadt Ribeira, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
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Hinter der Telefonzelle zweigen wir links in die Rua da Bainharia ab und überqueren die Rua dos Mercadores, zu der wir später nochmals zurück kommen. Wir gehen gerade aus weiter und merken sehr rasch, dass es schon beschwerlich sein kann, ständig so steil bergauf und bergab zu gehen. Außerdem überrascht uns die Tatsache, dass in diesen engen steilen Gassen auch Autos fahren.

Die Architektur verziert mit den bekannten portugiesischen Kacheln, den schmalen Balkonen und der Wäsche, die an den Fassaden zum Trocknen aufgehängt werden, bilden eine malerische, friedliche Kulisse.

Je mehr wir die Häuser betrachten umso mehr wird uns klar, welches Kunstwerk die Architekten und Baumeister hier vollbracht haben, dass sie in dieser hügeligen Landschaft eine so große Bevölkerungsdichte ansiedeln konnten.
Wir biegen in die Rua Escura rechts ab. Plötzlich öffnet sich der Blick hoch hinauf auf die Kathedrale von Porto, Sé do Porto, das bedeutendste Heiligtum dieser Stadt.

Über eine breite Treppe erklimmen wir die Terrasse die um die Kathedrale führt. Von hier bietet sich uns sich ein herrlicher Blick auf die Dächer der Stadt und den Douro.

Ein kurzer Besuch in der Kathedrale und im angrenzenden Kreuzgang zeigt uns die beeindruckenden bemalten Fliesen, die Azulejos, und die mit Edelmetall verzierten Altäre.

Der Charakter der ehemaligen Wehrkirche ist auch heute noch nach vielen Umbauten deutlich zu erkennen.

Neben der Kirche wurde der Bischofspalast errichtet, der mächtiger als das Gotteshaus erscheint.
Über Treppen steigen wir wieder ab und passieren die Kirche Igreja de São Lourenço.

Durch eine schmale Gasse, die Rua de Sant‘ Ana erreichen wir wieder die Rua da Bainharia. Da wir noch zum Ufer des Douro gehen wollen, biegen wir in die Rua dos Mercadores ab.
Vor dem Dom Pedro Gastropub stehen einige kleine Tische am Rand der schmalen Gasse. Wir kommen mit einem netten Mann ins Gespräch und rasch stellt sich heraus, dass er in Kordel, einem Nachbarort von Trier, der Geburtsstadt von Ursula wohnt, also auch nicht weit entfernt von unserem Wohnort.
Er lädt uns ein, bei ihm Platz zu nehmen, was wir gerne annehmen. So erfahren wir, das er gerade eine Woche auf dem Jakobsweg gewandert war und kurz nach Porto gefahren ist, um ein paar Freunde zu treffen. Er hat hier zu Mittag gegessen und empfiehlt uns die Küche. Da ihm die Atmosphäre in der Gasse so gut gefällt, ist er nach dem Essen einige Stunden vor dem Dom Pedro sitzen geblieben.

Eine Gruppe singender junger Frauen kommt gut gelaunt vorbei und unterstreicht seine Worte. Solche feiernden Frauen- bzw. Mädchengruppen kann man in Nordportugal öfter sehen. Auch mit dem Personal des Gastropubs können wir uns kurz unterhalten und erfahren, dass der Kellner 2 Monate hier arbeitet, aber aus Brasilien stammt. Die Kellnerin ist ebenfalls für 2 Monate hier und stammt aus Buenos Aires. Das zeigt, dass das Zusammenleben über ethnische Grenzen und Kulturkreise hinweg in diesem Land sehr gut funktioniert.

Nach diesem angenehmen Abend gehen wir mit vielen neuen Eindrücken wieder zurück zu unserer Unterkunft Hannah´s Studios.
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