Wir wollen unseren Tag mit einem Frühstück in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus, dem Café Ritter, beginnen. Dazu fahren wir mit dem Bus in die Mariahilferstraße.

Berühmte Schriftsteller wie Peter Rosegger, Ludwig Anzengruber und andere Künstler waren in diesem Café zu Gast.

Nach dem Frühstück im Café Ritter fahren wir mit der U-Bahn zum Volkstheater am Arthur-Schnitzler-Platz.

Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zur Hofburg. Im Schweizerhof treffen wir Frau Mag. Ingeborg Gaisbauer. Sie ist Archäologin bei der Stadtarchäologie und führt im Auftrag der Stadt Wien Interessierte durch die aktuellen archäologischen Ausgrabungen.

Die Führungen sind kostenlos und können später im Internet genauer nachgelesen werden. An diesem Tag führt sie uns zu einer aktuellen Grabung in der Burg vor dem Schweizertor und wir erleben live, wie hier dokumentiert und geforscht wird.

Aktuell geht es um eine Wasserkünette (Wasserleitung), die im Zusammenhang mit der Vorgängerbebauung, nämlich den Adelshäusern der Hofburg, steht. Für die Führungen ist eine Anmeldung bei der Stadtarchäologie oder beim Wien Museum erforderlich.
Nach unserem Ausflug in die Vergangenheit gehen wir weiter zum Josefsplatz und bewundern das Eingangstor des Palais Pallavicini, bevor wir auf der anderen Seite des Platzes die Treppen zum barocken Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek hinaufsteigen.

Die Österreichische Nationalbibliothek ist die zentrale wissenschaftliche Bibliothek der Republik Österreich.
Anschließend besuchen wir die Augustinerkirche, die ebenfalls vom Josefsplatz aus zugänglich ist. In der Augustinerkirche fanden die höfischen Trauungen statt. Am bekanntesten sind die Hochzeiten von Erzherzogin Maria Theresia mit Franz von Lothringen und von Kaiser Franz Joseph I. mit Elisabeth (Sisi) von Bayern.

In der Habsburger Herzgruft hinter der Lorettokapelle werden die Herzen von 54 Habsburgern aufbewahrt.

Vorbei an der Albertina mit dem Albrechtsbrunnen und dem Palmenhaus erreichen wir das Kunsthistorische Museum mit dem imposanten Denkmal Maria Theresias inmitten des begrünten Platzes.

Das Kunsthistorische Museum Wien (KHM) ist eines der bedeutendsten und wichtigsten Museen der Welt. Es geht auf die Sammlungen der Habsburger zurück.

Der Bau des Gebäudes wurde von Kaiser Franz Joseph I. in Auftrag gegeben.

Heute umfasst die Sammlung vor allem antike, ägyptische und orientalische Objekte, Münzen, Skulpturen, Musikinstrumente und eine Gemäldegalerie.

Unser Besuch war nicht lang genug, um alles zu sehen, also haben wir die Gemäldegalerie ausgelassen.

Anschließend machen wir einen Rundgang durch das MuseumsQuartier. Hier gibt es eine Reihe von einzelnen Museen, wie z.B. das Mumok, das Leopold Museum, die Kunsthalle Wien, das Architekturmuseum, das Tanzquartier Wien, ein Theaterhaus für junge Leute, das ZOOM Kindermuseum und eine Bühne für Musik und darstellende Kunst.

Die Dachterrasse des Leopold Museums bietet einen herrlichen Blick über die Stadt.
Noch einmal geht es in die Mariahilferstraße. Wir kommen an der Baustelle des Lamarr vorbei. Hier soll eine Einkaufspassage mit öffentlichem Dachgarten entstehen. Nach der Insolvenz von Benkos Sigma-Gruppe hat mittlerweile ein Investor das Projekt übernommen.
Wir genießen wieder die grüne Kulisse der Mariahilferstraße und erreichen bei Hausnummer 45, den Raimundhof, das Geburtshaus des österreichischen Schauspielers Ferdinand Raimund. Ein schöner, aber eher unscheinbarer Eingang führt zu einem “freiwilligen Durchgang“.

Freiwillige Durchgänge sind Querverbindungen zwischen parallel verlaufenden Straßen, die durch die Hinterhöfe verschiedener Häuser führen. Sie sind für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergen verschiedene Geschäfte und Cafés.

Davon gibt es in Wien einige. Die Verlängerung des Raimundhofs ist die Stiegengasse, eine steile Treppengasse, die zur Gumpendorfer Straße führt.

Nach einem Abendessen in einem Gasthaus kehren wir in unser Hotel zurück, da wir am nächsten Tag nach Budapest in Ungarn weiterreisen.
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