Bremen ist stark geprägt vom Handel, der von Kaufmanschaften dominiert wurde. Einen wichtigen Punkt in der Geschichte der Stadt spielt die Hanse, ein Zusammenschluss von Städten aus dem norddeutschen und dem Ostseeraum. Die Hanse wurde erstmals in Lübeck gegründet. Bremen war mehrfach Mitglied der Hanse, trat jedoch auch mehrfach wieder aus oder musste austreten. In Wikipedia wird das Verhältnis wie folgt beschrieben: „Bremens Interesse an der Hanse war oft sehr eigennützig. Hatten die Kaufleute Vorteile durch den Städtebund, nutzten sie ihn, machten aber auch gerne Geschäfte, die den Interessen der Hanse entgegenstanden.“

Vom H+ Hotel aus erreicht man durch einen Quergang in wenigen Minuten zu Fuß Bremens bekannteste Straße, die Böttcherstraße.

Dazu gehören die Kunsthalle, das Weserburg-Museum, das Paula Modersohn-Becker-Museum, das Glockenspiel und der Sieben-Faulen-Brunnen.

Daneben gibt es hier auch Restaurants und in der Bonbon Manufaktur kann man der Herstellung von Bonbons zusehen. Die Gebäude wurden zwischen 1922 und 1933 erbaut. Entworfen wurden sie vom Architekten und Künstler Bernhard Hoetger. Sie sind nach dem Geschäftsmann Ludwig Böttcher benannt, der einen überwiegenden Teil der Finanzierung übernahm.

Den Eingang zur Böttcherstraße bildet ein Tor, an dem das vergoldete Kupferrelief „Lichtbringer” von Bernhard Hoetger angebracht ist. Der Giebel darüber wird von den Statuen der sieben Faulen gestützt, die von Aloys Röhr gestaltet wurden.
Nach wenigen Schritten erreicht man den Marktplatz, das Zentrum Bremens. Der Marktplatz von Bremen wurde 2004 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Er wird vom Bremer Rathaus und der davor errichteten Rolandstatue dominiert, die in Richtung Dom blickt. Die Statue symbolisiert die Unabhängigkeit der Hanse von der Kirche und später auch vom Heiligen Römischen Reich. Beim Rathaus sind die Bremer Stadtmusikanten und die Herolde sehenswert.

Gegenüber dem Rathaus befindet sich das prunkvolle Haus Schütting, das einst als Versammlungsstätte der Bremer Kaufmannschaft diente und heute Sitz der Handelskammer ist.

Wir umrunden das Rathaus und erreichen den Domshof, wo sich das Gebäude des Studierendenwerks und die Mensa der Universität befinden. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt die Markthalle Acht. Nachdem wir das Bismarck-Denkmal passiert haben, besuchen wir den Dom.

Anschließend gehen wir über die Balgenbrückstraße und die „Lange Wieren“ zum „Gasthof zum Kaiser Friedrich“, in dem wir einen Tisch für den nächsten Tag reservieren. Der Gasthof ist im Gedenken an den Deutschen 99 Tage Kaiser, Friedrich III. benannt.
Wir befinden uns am Eingang zum Schnoorviertel. Es ist eines der reizvollsten und malerischsten Viertel Bremens. Es ist bekannt für seine engen, kopfsteingepflasterten Straßen und Gassen sowie seine mittelalterlichen Häuser und seine einzigartige Atmosphäre.

Die Gebäude hier sind sehr alt, einige stammen aus dem 15. Jahrhundert, und viele sind wunderschön restauriert, so dass man einen Eindruck davon gewinnt, wie Bremen im Mittelalter ausgesehen haben mag. Das Schnoorviertel ist voller kleiner Geschäfte, Kunstgalerien, Cafés und Restaurants. Das macht es zu einem tollen Ort für Einheimische und Touristen, an dem es immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Bei Einbruch der Dunkelheit kehren wir zum Marktplatz zurück, um einen Blick auf das beleuchtete Rathaus zu werfen, und wir verfolgen das Glockenspiel in der Böttcherstraße.

Danach gehen wir zum Abendessen in die „Ständige Vertretung Rheinland, Bremen“, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet.

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