Die Schlacht von Vimy im 1. Weltkrieg, die ein Teil der Schlacht bei Arras war, war ein identitätsstiftendes Ereignis für die kanadische Nation.
Das kanadische Korps unter dem Befehl von Julian Byng, dem späteren Generalgouverneur von Kanada, hatte eine entscheidende Funktion bei der Eroberung des Bergrückens von Vimy.
Ihm unterstellt war General Arthur Currie, der erste Kanadier, der diesen Rang erreichte. Nach seiner aktiven Militärzeit war Arthur Currie Prinzipal und Vizekanzler der McGill University.
Fast eine halbe Million Soldaten standen auf alliierter Seite (britische und französische Truppen) rund 300.000 Soldaten auf deutscher Seite gegenüber.
Ab 2. April wurde ständiges Artilleriefeuer, begleitet von Giftgaseinsätzen, auf einer Länge von 40 km an die Front gerichtet. Auch Minen und Versorgungsschächte wurden errichtet.
Bei Minen wurden Stollen unter die gegnerischen Linien getrieben und Kammern mit Sprengstoff gefüllt, der kurz vor dem Angriff gezündet wurde. Die Versorgungsschächte sollten das Heranführen von Soldaten und Nachschub an die vorderste Front und den Abtransport von Verletzten ermöglichen.
Am 9. April 1917 wurde der Angriff in der Schlacht bei Arras eröffnet. Erfolgreich war eigentlich nur das kanadische Corps, denen es in kürzester Zeit gelang, den Bergrücken zu besetzen und 3400 Gefangene zu machen.
Ein wesentlicher Teil des Erfolgs beruhte auf den sorgfältigen Planungen von General Arthur Currie. Die Schlacht dauerte bis 16. Mai 1917. 30.000 kanadische Soldaten waren hier im Einsatz, 3598 sind gefallen und über 7.000 waren verwundet.
Insgesamt hatte Kanada im 1. Weltkrieg 60.000 Tote zu beklagen, 150000 Soldaten sind in der Schlacht bei Arras auf britischer Seite gefallen, etwas weniger auf deutscher.
Zum Gedenken an diese grausame Schlacht, bei der kanadische Soldaten eine herausragende Rolle spielten, wurde das Gebiet von Frankreich Kanada geschenkt.
Das Crête-de-Vimy (Canadian National Vimy Memorial), ein beeindruckendes Mahnmal erinnert an dieses traurige Kapitel der Weltgeschichte. In 11 Jahren Bauzeit schuf der kanadische Architekt und Bildhauer Walter Seymour Allward das 27 Meter hohe und 6.000 Tonnen schwere Mahnmal, welches am 26. Juli 1936 von König Eduard VIII enthüllt wurde.
Seit 1996 ist das Crête-de-Vimy eine National Historic Site of Canada.
Ein großer Teil des Geländes wurde nicht geräumt und darf nicht betreten werden.
Ein Tunnel, einige Schützengräben und viele Trichter von Granaten, aber auch große von Minen, können besichtigt werden.
Zwei kanadische Friedhöfe ehren die überwiegend jungen Männer, die hier ihr Leben verloren haben.

Wir widmen dieses Video, im Gedenken an alle Toten dieses Krieges, der Hoffnung, dass so etwas nie wieder passiert!
Hier sehen Sie das 4K UHD Video
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenBitte lesen Sie weiter > Historische Altstadt von Rouen
Pin it – für später merken

Text, Fotos und Video: Copyright © myVideoMedia




